Stabiles Q2/2026

ams Osram treibt Digital-Photonics-Strategie voran

4. August 2026, 14:49 Uhr | Nicole Wörner
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Mit Fortschritten bei microLED-Lichtquellen für AR-Brillen und neuen Entwicklungen für KI-Rechenzentren setzt ams Osram seine Digital-Photonics-Strategie fort. Das Halbleitergeschäft legte im zweiten Quartal weiter zu, während sich der Konzern stärker auf sein Kerngeschäft fokussiert.

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Für digitale Photoniklösungen hat ams Osram im zweiten Quartal 2026 weitere Entwicklungsfortschritte erzielt. Im Mittelpunkt stehen microLED-Array-basierte RGB-Lichtquellen für AR-Smart-Brillen der nächsten Generation. Nach Angaben des Unternehmens wurden wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Serienreife erreicht, die die technologische Leistungsfähigkeit der Lösung bestätigen und die Entwicklung schrittweise näher an die Massenproduktion bringen sollen.

Digital Photonics als Wachstumstreiber

Digital Photonics gilt für ams Osram als zentraler Wachstumstreiber. Um die Entwicklung neuer Technologien zu beschleunigen, hat das Unternehmen zum 1. Juli eigenständige Geschäftsbereiche für Digital Photonics geschaffen. Diese sollen die Umsetzung der Wachstumstrategie beschleunigen und die Skalierung neuer Innovationen unterstützen.

AI Photonics für KI-Rechenzentren

Parallel dazu erweitert ams Osram sein Portfolio im Bereich AI Photonics. Das Unternehmen hat die Entwicklung von Mikro-Photodioden-Arrays für sogenannte „Slow & Wide“-Architekturen optischer Datenverbindungen in KI-Rechenzentren gestartet. Damit will ams Osram seinen Anteil an den Komponenten künftiger AI-Photonics-Systeme ausbauen und zusätzliche Wertschöpfung in diesem Marktsegment erschließen.

Halbleitergeschäft wächst weiter

Auch das Kerngeschäft mit Halbleitern entwickelte sich positiv. Das Semiconductor-Kernportfolio wuchs im zweiten Quartal auf vergleichbarer Basis und bei konstanten Wechselkursen um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zudem verzeichnete ams Osram Design-Wins von mehr als 1,6 Milliarden Euro im Quartal beziehungsweise rund 2,5 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2026.

Portfoliobereinigung zugunsten des Kerngeschäfts

Parallel zum Ausbau der Photonikaktivitäten schärft das Unternehmen sein Portfolio. So wurde der Verkauf des Geschäfts mit nicht-optischen Sensoren an Infineon Anfang Juli abgeschlossen. Darüber hinaus hatte ams Osram bereits im Mai den Verkauf des CMOS-Bildsensor-Geschäfts an Indie Semiconductor vereinbart.

Umsatz am oberen Ende der Prognose

Finanziell erreichte ams Osram im zweiten Quartal einen Umsatz von 805 Millionen Euro und lag damit am oberen Ende der eigenen Prognose. Für das dritte Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 770 und 870 Millionen Euro.

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