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120 Jahre Osram – Innovation und Schutz geistigen Eigentums

26. Juni 2026, 08:00 Uhr | Nicole Wörner
120 Jahre Osram
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120 Jahre Osram - Vom Leuchtfaden zur digitalen Lichttechnologie

Seit 1906 steht der Name Osram für technische Entwicklung mit Licht. Über Jahrzehnte hinweg war die Marke eng mit der Elektrifizierung und Industrialisierung verknüpft: bessere Straßenbeleuchtung, effizientere Arbeitsplätze, standardisierte Lichtquellen. Bereits 1919 bündelten mehrere Hersteller ihre Lampenproduktion unter Osram und etablierten internationale Standards.

Früh setzte das Unternehmen Akzente – etwa 1925 mit der Bilux Lampe, die Abblend- und Fernlicht kombinierte und damit ein Stück Verkehrssicherheit prägte. In den 1930er-Jahren folgten Innovationen wie Natriumdampflampen für die Straßenbeleuchtung (1931) und die erste Leuchtstofflampe (1936), die Licht zum festen Bestandteil moderner Arbeitswelten machten.

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Mit der Zeit verschob sich der Fokus. Aus klassischer Beleuchtung wurden spezialisierte Anwendungen: Hochleistungslicht für Film und Bühne, etwa mit der Xenon-Kurzbogenlampe (1954), oder kompaktere, effizientere Halogenlampen (1967). In den 1970er-Jahren begann mit ersten LEDs (1974, 1976) der Einstieg in das Halbleiterzeitalter.

Spätestens mit der Entwicklung der weiß konvertierten LED (1996) wurde klar: Licht wird nicht nur energieeffizienter, sondern auch vielseitiger nutzbar. In den 2000er-Jahren sorgten Technologien wie Dünnfilm-LEDs (2001) für deutlich höhere Leistungsfähigkeit. Parallel wandelte sich die Rolle von Licht.

In den 2010er-Jahren wurde Licht zunehmend Teil komplexer technischer Systeme – etwa in Fahrzeugen, Sensorik oder Unterhaltungselektronik. Es verlor den Charakter eines reinen Beleuchtungsmittels und wurde funktional: Es misst, kommuniziert, erkennt.

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Heute spricht man von Photonik – der gezielten Nutzung von Licht als Informationsträger und Wirkprinzip. Anwendungen reichen von optischer Datenübertragung bis zu medizinischer Diagnostik und industrieller Präzision.

Mit der Integration in ams Osram (2021) verbindet sich diese Entwicklung mit Sensorik und digitaler Steuerung. Licht wird Teil intelligenter Systeme. Ein sichtbarer Ausdruck dieser Entwicklung ist die Auszeichnung für „Digital Light“ mit dem Deutschen Zukunftspreis (2024).

Zum 120 jährigen Bestehen im Jahr 2026 zeigt sich damit eine klare Linie: Die technischen Grundlagen haben sich mehrfach verändert. Der Anspruch, Licht als Schlüsseltechnologie weiterzuentwickeln, ist geblieben.


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