Hexagon automatisiert die Beschickung von Koordinatenmessgeräten (KMG). Das System namens Metrical übernimmt das Einreihen sowie das Be- und Entladen von Werkstücken und soll dadurch kontinuierliche, auch unbeaufsichtigte Prüfungen ermöglichen.
Metrical lässt sich laut Hexagon in das aktuelle und bestehende KMG-Portfolio des Herstellers integrieren, darunter das Maestro KMG und GLOBAL Scan+. Damit kann die automatisierte Prüfung sowohl bei neuen als auch bei bereits installierten Messsystemen eingesetzt werden.
Das System ist mit drei, fünf oder sieben Vorbereitungsplätzen erhältlich. Der modulare Aufbau soll eine Anpassung an unterschiedliche Produktionsvolumina und räumliche Gegebenheiten ermöglichen. Der Automatisierungsgrad kann dabei schrittweise erweitert werden.
METRICAL übernimmt automatisierte Messabläufe über mehrere Schichten hinweg. Dadurch sollen Wartezeiten zwischen Messzyklen reduziert und die Auslastung der KMG erhöht werden. Unbeaufsichtigte Prüfungen außerhalb der regulären Arbeitszeiten sind ebenfalls möglich.
Durch die automatisierte Werkstückhandhabung können Fachkräfte nach Angaben von Hexagon stärker für Aufgaben wie Programmierung, Analyse und Optimierung von Prüfprozessen eingesetzt werden. Gleichzeitig reduziert das System wiederkehrende manuelle Handhabungen.
Eine visuelle Softwareoberfläche unterstützt die Einrichtung und Planung von Prüfabläufen. Dashboard-basierte Funktionen zeigen den Produktionsstatus in Echtzeit an. Eine modulare Spanntechnik soll zudem einen schnellen Wechsel auf andere Werkstücke ermöglichen.
Hexagon positioniert Metrical als eine von mehreren Automatisierungs- und KI-basierten Entwicklungen für die Qualitätsprüfung. Weitere Ergänzungen des KMG-Portfolios sollen in den kommenden Wochen folgen.