Vom 9.-11.6. 2026 wird Nürnberg zum Treffpunkt der internationalen Sensorik-, Mess- und Prüftechnikbranche. Neben der Ausstellung stehen Fachforen, Sonderbereiche und Kongresse im Fokus, die unter anderem Sensorik als Grundlage industrieller KI beleuchten und Orientierung im komplexen Markt bieten.
Die Sensor+Test, veranstaltet von der AMA Service GmbH, behauptet sich in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld als verlässliche Plattform für Innovation, Austausch und strategische Orientierung – mit mehr als 300 Ausstellern und einem Rahmenprogramm, das auf Praxisnähe und Technologietransfer ausgerichtet ist.
Dabei zeigt sich die Stärke der Messe nicht nur in der Breite des Ausstellungsangebots, sondern vor allem in der inhaltlichen Verdichtung: Sensorik, Messtechnik und Prüftechnik werden fokussiert dargestellt und in konkrete industrielle Anwendungen übersetzt. Gerade in Zeiten hohen Kostendrucks gewinnt dieses klare Profil an Bedeutung. Besucher erhalten einen kompakten Überblick über relevante Technologien – von klassischen Sensorlösungen bis hin zu datengetriebenen Anwendungen im Umfeld industrieller KI.
Ein besonderes Merkmal der Sensor+Test ist traditionell das umfangreiche Rahmenprogramm. Mit einem offenen Fachforum in der Ausstellung, zwei parallelen Kongressen sowie themenspezifischen Sonderbereichen geht die Veranstaltung deutlich über eine klassische Produktschau hinaus.
Im Fachforum erhalten Besucher an allen drei Messetagen kompakte Einblicke in neue Entwicklungen und Anwendungen. Das Format liefert „Know-how to go“ direkt aus der Praxis und versteht sich bewusst als niedrigschwellige Dialogplattform.
Ergänzt wird das Programm am ersten Messetag durch die Präsentation der nominierten Innovationen für den AMA Innovationspreis sowie ein Expertenpanel zu „KI-gestützter Messtechnik und Sensorik“. Im Fokus stehen hier aktuelle Fragen rund um Industrial AI, Transparenz, Normung und Validierung – Themen, die zunehmend über die industrielle Einsatzfähigkeit von Technologien entscheiden. Sämtliche Beiträge werden live übertragen und anschließend online bereitgestellt. Damit erweitert die Messe ihre Reichweite über die reine Präsenzveranstaltung hinaus.
Inhaltlich setzt die Sensor+Test 2026 klare Schwerpunkte. Mit der „Calibration Area“ und der „Condition Monitoring Area“ rücken zwei Themenfelder in den Mittelpunkt, die für industrielle Anwendungen zunehmend kritisch werden.
Die Calibration Area adressiert zentrale Anforderungen moderner Messtechnik: Rückführbarkeit, Messunsicherheit, digitale Kalibrierscheine und automatisierte Prozesse. Der Bereich kombiniert Ausstellung, Fachvorträge und direkten Austausch und schafft damit eine spezialisierte Anlaufstelle für Hersteller, Dienstleister und Anwender.
Parallel dazu zeigt die Condition Monitoring Area Lösungen zur Zustandsüberwachung von Maschinen und Anlagen. Themen wie Predictive Maintenance, Retrofit-Konzepte, Remote Testing und KI-gestützte Analyseverfahren verdeutlichen die steigende Bedeutung datenbasierter Betriebsstrategien. In Best-Practice-Vorträgen wird konkret aufgezeigt, wie sich Effizienz, Verfügbarkeit und Sicherheit von Anlagen verbessern lassen.
Das fachliche Fundament der Messe bilden zwei etablierte Kongresse. Die European Test and Telemetry Conference (ETTC) richtet den Blick vor allem auf datengetriebene Anwendungen in Bereichen wie Luft- und Raumfahrt, Automotive oder Biomedizin. Themen wie Echtzeit-Datenverarbeitung, Edge Computing, drahtlose Kommunikation und IoT stehen hier im Mittelpunkt – zunehmend im Kontext KI-gestützter Systeme.
Ergänzt wird das Programm durch die ITG/GMA-Fachtagung „Sensoren und Messsysteme“, die als zentrale deutschsprachige Plattform für wissenschaftlichen Austausch gilt. Sie deckt ein breites Spektrum ab – von Umwelt- und Wasserstoffsensorik über Prozessmesstechnik bis hin zu optischen und berührungslosen Verfahren. Damit schafft die Messe eine enge Verzahnung zwischen Forschung und industrieller Anwendung.
Inhaltlich zieht sich ein Thema durch alle Bereiche der Sensor+Test 2026: die Rolle der Sensorik und Messtechnik als Grundlage industrieller KI. Ohne valide, präzise und kontinuierlich verfügbare Daten sind weder Automatisierung noch selbstoptimierende Systeme realisierbar. Die Aussteller zeigen entsprechend nicht nur Komponenten, sondern zunehmend komplette Systemlösungen, die Sensorik, Datenverarbeitung und Algorithmen integrieren. Anwendungen reichen von vorausschauender Wartung über intelligente Produktionssteuerung bis hin zu simulationsgestützter Entwicklung. Der Fokus liegt dabei klar auf industrietauglichen, skalierbaren Lösungen mit messbarem Nutzen.
Für Fachbesucher bietet die Sensor+Test vor allem eines: Orientierung in einem zunehmend komplexen technologischen Umfeld. Die Kombination aus fokussierter Ausstellung, praxisnahen Foren und wissenschaftlichen Kongressen macht die Veranstaltung zu einem effizienten Instrument für Informationsgewinnung, Networking und strategische Einordnung.