Asphalt unter Dauerbeobachtung

Sensoren im Kampf gegen Schlaglöcher

15. Juli 2026, 15:55 Uhr | Nach Unterlagen von dpa
in Lastwagen fährt über einen Messbalken an einer Baustelle zum Einbau von Achslast- und Temperatursensoren in Dresden. Die mithilfe der Sensoren erfassten Daten sollen helfen, den Zustand der Straßen besser zu bewerten und künftige Straßenbaumaßnahmen effektiv zu planen.
© Katharina Kausche/dpa

Dresden installiert Sensoren im Asphalt, um Belastungen durch Verkehr und Witterung kontinuierlich zu erfassen. Die Messdaten sollen den Straßenzustand prognostizieren, Sanierungen rechtzeitig ermöglichen und künftig auch anderen Kommunen als Open-Source-Lösung zur Verfügung stehen.

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Dresden baut an fünf Standorten rund um die Innenstadt Sensoren in die Fahrbahn ein. Die Messsysteme erfassen rund um die Uhr das Gewicht schwerer Fahrzeuge sowie die Temperatur des Asphalts. Auf dieser Grundlage soll eine Software berechnen, wie schnell Fahrbahnen altern und wann Instandhaltungsmaßnahmen erforderlich werden.

Bislang wurden vor allem sichtbare Schäden wie Risse oder Spurrinnen erfasst. Das neue System soll dagegen den Verschleiß frühzeitig erkennen und Reparaturen ermöglichen, bevor größere Schäden entstehen.

Daten für die vorausschauende Instandhaltung

Die Sensoren konzentrieren sich insbesondere auf die Belastung durch Lastwagen, weil diese maßgeblich zur Abnutzung der Fahrbahnen beitragen. Gleichzeitig berücksichtigt das System den Einfluss von Hitze und Kälte auf das Materialverhalten des Asphalts. Ergänzend erfasst bis September ein Spezialfahrzeug den Zustand des Dresdner Straßennetzes und dokumentiert Schlaglöcher, Risse, Spurrinnen und Verformungen.

Open-Source-Lösung für weitere Städte

Die entwickelte Auswertungssoftware soll als Open-Source-Anwendung veröffentlicht werden, sodass auch andere Kommunen sie einsetzen können. Das Projekt ist Teil der Smart-City-Initiative der Landeshauptstadt Dresden und der Technischen Universität Dresden. Es wird mit insgesamt 1,3 Millionen Euro von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Stadt Dresden gefördert.


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