Für Leistungselektronik-Entwickler, die hohe Ströme bei hohen Frequenzen erfassen und dabei eine stabile Nulllinie bewahren müssen, hat Hioki die Oszilloskop-Stromsonden CT6704 und CT6705 entwickelt. Herkömmliche Varianten gelangen hier oft an ihre Grenzen.
Hioki erweitert sein Portfolio um die AC/DC-Oszilloskop-Stromsonden CT6704 und CT6705. Die neuen Modelle wurden für Messaufgaben in der Entwicklung von Leistungselektronik sowie bei der Analyse von Stromversorgungen entwickelt. Sie lassen sich über einen Standard-BNC-Anschluss direkt an gängige Oszilloskope anschließen.
Die CT6704 misst Ströme bis 200 A in einem Frequenzbereich von DC bis 30 MHz. Die CT6705 erfasst Ströme bis 500 A bei einer Bandbreite von DC bis 15 MHz. Beide Stromsonden liefern ein Ausgangssignal von 0,01 V/A.
Nach Angaben von Hioki nutzen die Stromsonden das aus Präzisions-Stromsensoren bekannte Fluxgate-Messprinzip. Dadurch soll die Offset-Drift deutlich reduziert werden. Der Offset-Temperaturkoeffizient beträgt ±0,1 mV/°C, wodurch die Nulllinie auch bei Temperaturschwankungen stabil bleiben soll. Zudem gibt Hioki eine Amplitudengenauigkeit von ±0,5 % des Messwerts an.
Die CT6704 erreicht bei 200 A Nennstrom eine Anstiegszeit von 11,6 ns und eine Bandbreite bis 30 MHz. Die CT6705 ist für Nennströme bis 500 A ausgelegt und bietet eine Bandbreite bis 15 MHz bei einer Anstiegszeit von 23,3 ns. Beide Modelle arbeiten im Temperaturbereich von -10 °C bis +50 °C.
Zu den Einsatzgebieten zählen die Entwicklung von GaN- und SiC-Leistungswandlern, Tests von Invertern und elektrischen Antriebssträngen in Elektrofahrzeugen sowie die Verifikation von Schaltnetzteilen und industriellen Motorantrieben. Darüber hinaus eignen sich die Stromsonden für die Wellenformanalyse mit Oszilloskopen, Speicherrekordern und Datenerfassungssystemen.
Die Stromzangen verfügen über ein aufklappbares Design für größere Leiterquerschnitte. LEDs zeigen eine geöffnete Zange sowie Überlastzustände an.