ifo-Geschäftsklimaindex

Geschäftsklima steigt leicht, Wirtschaft bleibt fragil

2. Juni 2026, 12:52 Uhr | Nicole Wörner
Entwicklung des ifo-Geschäftsklimaindex
© ifo Institut

Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Mai von 84,5 auf 84,9 Punkte gestiegen. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage etwas besser und blickten weniger pessimistisch auf die kommenden Monate. Von einer nachhaltigen Erholung ist aber noch nicht die Rede.

Diesen Artikel anhören

Stimmung hellt sich leicht auf

Nach den Rückgängen im März und April hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im Mai etwas verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg auf 84,9 Punkte nach 84,5 Punkten im Vormonat. Die Unternehmen zeigten sich etwas zufriedener mit ihren laufenden Geschäften. Gleichzeitig fielen die Erwartungen für die kommenden sechs Monate weniger pessimistisch aus. Nach Einschätzung des ifo Instituts stabilisiert sich die Wirtschaft derzeit, die Lage bleibt jedoch fragil.

Industrie: Lage besser, Aufträge schwächer

Im Verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich das Geschäftsklima leicht. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage positiver als im April. Die Erwartungen trübten sich dagegen weiter ein. Zudem ging die Zahl der Neuaufträge zurück.

Dienstleister blicken optimistischer nach vorn

Deutlich verbessert hat sich die Stimmung im Dienstleistungssektor. Vor allem die Erwartungen erholten sich nach den Rückgängen der vergangenen beiden Monate. Auch die laufenden Geschäfte wurden etwas besser beurteilt. In der Logistik und im Tourismus bleibt die Situation angespannt, allerdings weniger stark als noch im Vormonat.

Handel bleibt unter Druck

Im Handel stieg das Geschäftsklima ebenfalls. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage günstiger und blickten etwas weniger pessimistisch auf die kommenden Monate. Die anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher belastet jedoch weiterhin sowohl den Groß- als auch den Einzelhandel.

Bauwirtschaft weiter skeptisch

Im Bauhauptgewerbe gab das Geschäftsklima leicht nach. Ausschlaggebend war eine schlechtere Bewertung der aktuellen Geschäftslage. Die Erwartungen verbesserten sich zwar nach dem Einbruch im April, die Unternehmen bleiben jedoch insgesamt skeptisch.


Lesen Sie mehr zum Thema