Deutschland belegt im Bitkom-DESI-Index 2026 nur noch Rang 17 unter den 27 EU-Mitgliedstaaten. Zwar verbessert sich der Digitalisierungsgrad leicht, andere Länder kommen jedoch schneller voran. Besonders großen Nachholbedarf sieht der Index bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung.
Deutschland erreicht im Bitkom-DESI-Index 2026 51,1 Punkte und landet damit auf Platz 17, im Vorjahr belegte die Bundesrepublik noch Rang 14. Unter den fünf bevölkerungsreichsten EU-Ländern liegt Deutschland auf Platz zwei hinter Spanien sowie vor Frankreich, Polen und Italien.
Der Bitkom-DESI-Index basiert auf 44 Indikatoren des "2030 Digital Decade Report" der EU-Kommission und setzt die frühere DESI-Methodik fort. Dänemark führt das Ranking mit 76,4 Punkten an, gefolgt von Finnland, den Niederlanden, Malta und Luxemburg.
Im Bereich der digitalen Transformation von Unternehmen belegt Deutschland Platz 11 und liegt unter den fünf größten EU-Staaten an der Spitze. Ebenfalls Rang 11 erreicht Deutschland bei der Qualität der digitalen Infrastruktur. Die 5G-Abdeckung liegt mit 99,5 Prozent der Haushalte über dem EU-Durchschnitt. Deutlich schwächer fällt dagegen die Nutzung leistungsfähiger Breitbandanschlüsse aus: Nur sieben Prozent der Bevölkerung verwenden einen Anschluss mit mindestens 1 Gbit/s, wodurch Deutschland in dieser Kategorie lediglich Platz 21 erreicht.
Bei den digitalen Kompetenzen verbessert sich Deutschland von Platz 15 auf Rang 11. Der Anteil der IT-Fachkräfte sowie der Absolventinnen und Absolventen in IT-Studiengängen liegt jeweils über dem EU-Durchschnitt.
Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung bleibt dagegen ein Schwachpunkt. Deutschland fällt hier auf Platz 22 zurück. Zwar steigen einzelne Kennzahlen wie vorausgefüllte Formulare, insgesamt bleibt das Land jedoch deutlich hinter dem europäischen Durchschnitt zurück. Digitale Verwaltungsangebote werden von 69,6 Prozent der Internetnutzer genutzt, EU-weit sind es 76 Prozent.
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