Yokogawa ergänzt die ScopeCorder-Serie um zwei isolierte Eingangsmodule für hochauflösende Spannungsanalysen und präzise Leistungsmessungen. Die Module sind für Anwendungen in Batteriesystemen, Energiespeichern, USV-Anlagen, Leistungselektronik und KI-Infrastrukturen ausgelegt.
Yokogawa Test & Measurement hat zwei neue Eingangsmodule für die ScopeCorder-Systeme DL950, SL2000 und DL350 vorgestellt. Das Spannungsmodul 720252 ist für die Analyse kleiner Signaländerungen auf überlagerten Gleichspannungen ausgelegt. Das Modul 720301 erweitert die Plattform um Funktionen für hochgenaue Spannungs-, Strom- und Leistungsmessungen.
Das Modul 720252 basiert auf dem bisherigen Modul 701251 und ergänzt dieses um einen erweiterten Offset-Abgleich. Dadurch lassen sich auch kleine Spannungs- und Stromänderungen auf hohen Gleichspannungsniveaus erfassen. Die Offset-Funktion kompensiert Gleichspannungsanteile beispielsweise von Batterien oder Stromversorgungen und macht gleichzeitig Signalanteile im Mikrovoltbereich sichtbar.
Das Modul arbeitet mit einer Abtastrate von 1 MS/s und einer Auflösung von 16 Bit. Ein High-Z-Modus mit einer Eingangsimpedanz von mehr als 1 GΩ reduziert den Einfluss des Messsystems auf empfindliche Prüflinge. Vorgesehen ist das Modul unter anderem für Batterietests, Zellcharakterisierung, Alterungsanalysen, Qualitätsprüfungen sowie die Untersuchung von Ripple- und Störsignalen in Stromversorgungen und KI-Systemen.
Das Modul 720301 kombiniert einen direkten Spannungseingang mit einem Anschluss für Stromsensoren in einem Gerät. Es ermöglicht die synchrone Erfassung von Spannungs-, Strom- und Leistungswerten sowie weiterer physikalischer Größen wie Temperatur, Dehnung oder Beschleunigung.
In Verbindung mit den Leistungsanalyseoptionen der ScopeCorder-Systeme unterstützt das Modul RMS- und Leistungsanalysen sowie zyklusbasierte Leistungsberechnungen mit Intervallen ab 0,1 ms. Laut Hersteller lassen sich damit dynamische Vorgänge wie Lastsprünge, Umschaltvorgänge in USV-Systemen oder transiente Prozesse in elektrischen Antrieben detailliert untersuchen.
Hintergrund der Entwicklung ist laut Yokogawa der steigende Bedarf an Messtechnik für Energiespeicher, Leistungselektronik und hochdynamische Stromversorgungen. Die zunehmende Elektrifizierung sowie der Ausbau von KI-Infrastrukturen erhöhen die Anforderungen an die Analyse kleiner Signaländerungen und an die präzise Erfassung von Leistungswerten.
Für die ScopeCorder-Plattform stehen damit nun mehr als 20 verschiedene Eingangsmodule zur Verfügung, die sich für unterschiedliche Messaufgaben kombinieren lassen.