Nuro erhält Erlaubnis Lieferfahrzeuge ohne Fahrer testen

Das fahrerlose Lieferfahrzeug von Nuro. Die Nutzer können es sicher und einfach entladen.
Das fahrerlose Lieferfahrzeug von Nuro. Die Nutzer können es sicher und einfach entladen.

Nuro, US-Hersteller von autonomen, fahrerlosen Lieferfahrzeugen, hat die Erlaubnis des Staates von Kalifornien erhalten, die selbstfahrenden Transporter auf öffentlichen Straßen zu testen.

»Wir waren immer schon davon überzeugt, dass im autonomen Fahren ein großes Potenzial steckt. Zu Zeiten von Covid-19 dürfte dieses Potenzial von vielen jetzt noch klarer zu erkennen sein«, erklärte David Estrada, Chief Legal and Policy Officer von Nuro, in einem Beitrag auf der Website des Unternehmens.

Die Lieferfahrzeuge der 2016 gegründeten Nuro fahren mit geringer Geschwindigkeit bis zu 25 Meilen pro Stunde und sind weder mit einem Fahrersitz noch mit Sitzen für Passagiere ausgestattet. Der gesamte Innenraum wird für den Transport der Waren genutzt.

 Mit der Erlaubnis kann Nuro ab sofort die im Februar 2020 vorgestellten Transporter vom Typ »R2« testen, die zweite Generation ihrer fahrerlosen Lieferfahrzeuge. Der »R2« ist 1,10 m breit, 2,7 m lang und 1,86 m hoch. Er ist für eine Nutzlast von 190 kg ausgelegt. Die Tests geschehen in Zusammenarbeit mit den Partnern von Nuro zunächst im Silicon Valley. Hier könne laut David Estrada in Kooperation mit Einzelhändlern bereits mit realen Lieferungen begonnen werden, zunächst mit kostenfreien Lieferungen an ausgewählte Kunden in Mountain View und Umgebung.  

Der nächste Schritt für das Unternehmen bestünde dann darin, sich um eine für ganz Kaliforniens gültige kommerzielle Erlaubnis zu bewerben, so dass Nuro den Lieferservice auf alle Bewohner Kalifornien ausdehnen könne. »Unsere fahrerlosen Lieferfahrzeuge auf die Straßen von Kalifornien zu bringen, ist ein wichtiger Schritt für unser Unternehmen und für den Sektor des fahrerlosen Fahrens insgesamt«, sagt Estrada. »Es ist aber nur ein kleiner Abglanz von dem, was kommen wird.«

Nuro hatte im vergangenen Jahr von Softbanks Vision Fund 940 Mio. Dollar erhalten.