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In Fahrzeuge streamen

Rundfunk über 5G

05. Oktober 2020, 11:09 Uhr   |  Manne Kreuzer

Rundfunk über 5G
© DFMG Deutsche Funkturm

Das Pilotprojekt „5G Media2Go“ hat das Ziel, Rundfunk- und Medieninhalte über 5G in Fahrzeuge zu streamen.

5G verspricht vielfältige neue Anwendungen. Dies gilt auch für den Bereich Medien & Unterhaltung sowohl für die Produktion neuer Formen von Inhalten als auch bei der Verbreitung von linearen Radio- und TV-Programmen und nichtlinearen Formaten, wie Mediatheken oder Podcasts, auf Smartphones, Tablets und in Fahrzeugen. Zukünftige autonome Fahrzeuge nehmen dabei als neuer Anwendungsfall eine besonders wichtige Rolle ein.

Vor diesem Hintergrund hat ein Konsortium bestehend aus DFMG Deutsche Funkturm, Kathrein Broadcast, Porsche, Rohde & Schwarz, Südwestrundfunk, Technische Universität Braunschweig und Telekom Deutschland einen Kooperationsvertrag für ein zweijähriges Projekt unterzeichnet. Rundfunk, Automobil- und Telekommunikationsindustrie haben ein gemeinsames Interesse daran, den Nutzern während der Autofahrt den Zugang zu attraktiven Medieninhalten zu ermöglichen. Die Kombination von linearen und nichtlinearen Inhalten auf dem integrierten Infotainment-System heutiger Fahrzeuge ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Die Position beziehungsweise Route des Fahrzeugs, inklusive der erwarteten Dauer der Fahrt kann zukünftig für die Generierung von Empfehlungen von Medieninhalten herangezogen werden und somit einen zusätzlichen Mehrwert für die mobile Mediennutzung bieten.

Ziele des Projekts sind:

• Nachweis der Tauglichkeit von 5G Broadcast zur Versorgung mit linearen Inhalten für die mobile Nutzung im Fahrzeug.

• Kombination von zwei Hochleistungssendern an den Rundfunksenderstandorten in Stuttgart und Heilbronn und Kleinleistungssendern an einigen Mobilfunkstandorten als Gleichwellennetz zur Verbreitung linearer Rundfunkinhalte mittels 5G Broadcast. Die Übertragung soll im TV-Kanal 40 erfolgen.

• Integration von linearen und nichtlinearen Rundfunkinhalten auf dem fahrzeugeigenen Infotainment-System. Dies erfordert die Anpassung relevanter Schnittstellen und die Entwicklung einer entsprechenden App.

• Realisierung eines auf geo-referenzierten Empfehlungen basierenden Mediendienstes (Travelguide).

• Durchführung von Messfahrten, um die Verfügbarkeit hinsichtlich geographischer Reichweite und Qualität der angebotenen Dienste zu untersuchen.

»5G hat viel mit Geschwindigkeit zu tun. Die Geschwindigkeit, mit der große Datenmengen übertragen werden, die Geschwindigkeit, in der das Netz reagiert, und auch der Genuss von Medieninhalten, selbst wenn man mit großer Geschwindigkeit auf der Autobahn unterwegs ist. Darum geht es in diesem Projekt«, resümiert Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer DFMG Deutsche Funkturm.

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