Presto Engineering und Menta

Adaptive ASICs mit eingebetteten FPGAs

9. Juni 2026, 08:55 Uhr | Heinz Arnold
Presto Engineering und Menta kooperieren, um die Vorteile von ASICs und FPGAs zu kombinieren.
© Presto/Menta

Die Presto Engineering Group und eFPGA-Spezialist Menta, sind eine strategische Partnerschaft eingegangen, um die Entwicklung adaptiver Halbleiterarchitekturen zu vereinfachen und zu beschleunigen.

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Die Partner kombinieren die standardzellenbasierte eFPGA-Technologie von Menta mit dem Know-how von Presto Engineering im Bereich ASIC-Design und -Industrialisierung.

Presto Engineering wird damit zum Designpartner von Menta und erhält exklusiven Zugang zu Mentas eFPGA-IP-Portfolio, seinem Integrations-Know-how und seinem technischen Support. Gemeinsam werden die Unternehmen Kunden dabei unterstützen, ASIC- und System-on-Chips (SoC) zu entwickeln, die sie Leistungsfähigkeit und die Effizienz von ASICs, mit der der Flexibilität von FPGAs verbinden, die es ermöglicht, Hardware-Anpassungen auch im installierten System durchzuführen. Damit werden Halbleiterarchitekturen zukunftssicher, weil sie sich auch im Feld weiterentwickeln lassen, ohne dass kostspielige Redesigns der Chips erforderlich sind.

»Menta und Presto Engineering teilen eine gemeinsame Vision hinsichtlich adaptiver Halbleiterarchitekturen«, sagt Vincent Markus, CEO von Menta. »Weil Halbleitersysteme immer komplexer werden und eine längere Lebensdauer gefordert wird, benötigen Kunden Systeme, die eine Weiterentwicklung der Hardware im Laufe der Zeit ermöglichen. Durch die Kombination unserer eFPGA-Technologie mit dem Know-how von Presto Engineering in den Bereichen ASIC-Implementierung und Industrialisierung schaffen wir einen nahtloseren Weg von der Innovation bis zum Einsatz in der Produktion.«

»Wir haben bereits mit mehreren Unternehmen an Projekten zum Übergang von FPGAs zu ASICs zusammengearbeitet. Vor allem wird diese Partnerschaft dazu beitragen, das Halbleiter-Ökosystem mit einer spezialisierten Design- und Produktionslösung von der Architekturdefinition bis zur Produkteinführung zu stärken«, erklärt Frédéric Valentin, Senior Vice President Sales and Marketing von Presto Engineering.

Durch die Integration der eFPGA-Technologie erhalten Kunden die Möglichkeit, Algorithmen nach der Bereitstellung zu aktualisieren, sich an veränderte Standards und Protokolle anzupassen, kostspielige Silizium-Neudesigns zu reduzieren, den Produktlebenszyklus zu verlängern sowie die Sicherheit und Krypto-Agilität zu verbessern. Das fällt besonders für Anwendungen ins Gewicht, die der Unterstützung über einen langen Lebenszyklus bedürfen und sich weiterentwickelnde Funktionalität erfordern, darunter:

  • KI-Beschleunigung und Edge-KI

  • Sichere Kommunikation und Kryptografie, einschließlich Anwendungen für die Post-Quanten-Sicherheit

  • Luft- und Raumfahrtsysteme

  • Industrielle Automatisierung und eingebettete Systeme

  • Hochleistungsrechnen Signalverarbeitung und Netzwerkinfrastruktur

  • Strahlungsresistente Halbleiterlösungen mit langer Lebensdauer

Im Rahmen der Zusammenarbeit wird Menta eFPGA-IP-Technologie und Architektur-Know-how, flexible Hardwarebeschleunigungsfunktionen, Foundry- und technologieknotenunabhängige Standardzellenarchitekturen, Schulungen sowie dedizierten technischen Support bereitstellen.

Presto Engineering wird ASIC-Architektur-, Design- und Integrationsdienstleistungen, eFPGA-optimierte Floorplanning- und Optimierunen, Fachwissen in den Bereichen Design-for-Test, Qualifizierung und Siliziumvalidierung, sicheres Lieferketten- und Lebenszyklusmanagement sowie Unterstützung bei der Produktionsindustrialisierung beisteuern.

Die Partnerschaft konzentriert sich zunächst auf Europa und zielt auf globale Märkte in Nordamerika und Asien ab, einschließlich Kunden aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Industrie, Kommunikation, Medizin sowie kritische Infrastruktursektoren wie KI, Sicherheit und Edge-Computing.


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