Der Open-Source- und KI-Infrastruktur-Spezialist Mirantis hat »Lens Agents« präsentiert, eine Software-Plattform für den kontrollierten Betrieb von KI-Agenten in Unternehmenssystemen.
Lens Agents bietet Unternehmen und Organisationen eine einheitliche, richtliniengesteuerte Möglichkeit, KI-Agenten in Desktop- und Cloud-Umgebungen zu betreiben, abzusichern und zu skalieren. Das System ist ab sofort im Rahmen einer Early-Access-Phase verfügbar. Mit ihm können Unternehmen beliebige KI-Agenten mit vollständiger Governance, Nachverfolgbarkeit und Richtlinienkontrollen an Unternehmenssysteme anbinden. Zu den unterstützten Agenten zählen beispielweise Desktop-Tools wie Claude, Cursor und Copilot, externe autonome Agenten auf Basis beliebiger Frameworks sowie direkt auf Lens Agents erstellte Plattform-Agenten.
Lens von Mirantis ist eine Kubernetes-IDE (Integrated Development Environment) mit mehr als einer Million Nutzerinnen und Nutzern aus Entwicklung und Betrieb. Lens dient dazu, das Cluster-Management und DevOps-Workflows zu vereinfachen und die Cloud-native Entwicklung zu beschleunigen. Lens Agents stellt eine strategische Erweiterung für Lens dar: von der Kubernetes-IDE hin zu einer umfassenderen Plattform für den KI-Betrieb in Unternehmen.
KI-Agenten werden zunehmend in Bereichen wie Engineering, Business Operations sowie in Kundenprozessen eingesetzt. Meist erfolgt dies jedoch außerhalb zentraler Kontrolle. »KI-Agenten sind mittlerweile in fast jedem Unternehmen aktiv - die entscheidende Frage ist, ob sie auch gesteuert und kontrolliert werden«, sagt Miska Kaipiainen, Head of Product bei Lens. »Cloud-Plattformen regeln nur, was in ihrer eigenen Cloud läuft. Doch der Großteil der KI-Nutzung findet heutzutage auf Laptops statt, mit Zugriff auf mehrere Clouds. Nichts davon wird angemessen kontrolliert. Lens Agents bietet eine einzige Plattform, um alles zu steuern: jeden Agenten, jedes Modell, jede Umgebung, ganz nach den Regeln der Kunden.«
• Agenten-Identität und Zugriffskontrolle – Jeder Agent verfügt über eine individuelle Identität, die durch Unternehmensrichtlinien geregelt wird.
• Isolierte Ausführungsumgebungen – Abgeschottete Sandbox-Umgebungen verhindern unbeabsichtigte Aktionen oder laterale Bewegungen im Netzwerk.
• Serverseitige Einspeisung der Credentials – Zugangsdaten werden Agenten nie direkt zugänglich gemacht, was Risiken reduziert.
• Vollständiges Audit-Trail – Umfassende Protokollierung aller Agenten-Interaktionen und Systeme.
• Richtlinienbasierte Governance – Zentrale Regeln für Zugriff, Verhalten und Autonomiestufen.
• Aktive Kostenkontrolle – Echtzeit-Durchsetzung von Nutzungs- und Ausgabenlimits. Agenten werden automatisch gestoppt, wenn Budgets auf Organisations-, Team- oder individueller Agentenebene ausgeschöpft sind.
Lens Agents baut auf der Weiterentwicklung von Lens auf – von einer Kubernetes-IDE hin zu einer übergeordneten Steuerungsebene für moderne Infrastruktur- und KI-Workflows.
Die Ankündigung ist der nächste Schritt nach dem Start des Lens MCP Servers, der KI-Assistenten die Anbindung an Kubernetes-Umgebungen ermöglicht. Mit Lens Agents wird diese Grundlage nun zu einer vollständigen Plattform für die kontrollierte KI-Ausführung erweitert.
Lens Agents soll Unternehmen und Organisationen dabei helfen, die KI-Einführung zu beschleunigen und zugleich wachsenden regulatorischen und sicherheitsbezogenen Anforderungen gerecht zu werden. Die Plattform unterstützt:
• Compliance-Rahmenwerke für Unternehmen, darunter SOC 2 Typ 1 und ISO 27001.
• Audit- und Aufsichtsanforderungen, ausgerichtet an neuen Regulierungen wie beispielsweise dem EU AI Act.
• Kontrollierte Autonomie: Unternehmen können festlegen, wie viel Eigenständigkeit Agenten erlaubt sein soll – von lediglich unterstützend bis vollständig autonom.