Verstärkte Abwärmenutzung, mehr Energieeffizienz, neue Reporting-Pflichten: Das Energieeffizienz-Gesetz stellt weitreichende Anforderungen an Rechenzentren. Aus diesem Grund hat der Branchenverband Bitkom einen Leitfaden veröffentlicht. Er gibt betroffenen Unternehmen eine Praxishilfe an die Hand.
Rechenzentren in Deutschland müssen klimafreundlicher werden. Das legt das neue Energieeffizienzgesetz (EnEfG) fest, das seit einigen Wochen in Kraft ist. Auf viele Betreiber kommerzieller Rechenzentren und größere Unternehmen mit eigenen Rechenzentren kommt damit eine Reihe an Verpflichtungen zu, die sie künftig beachten müssen, insbesondere zu Energieeffizienz, Nutzung von Abwärme und Reporting. Der Digitalverband Bitkom hat daher jetzt einen Leitfaden veröffentlicht, in dem betroffene Unternehmen Hilfestellung finden. »Das Energieeffizienzgesetz stärkt verbindlich die Nachhaltigkeit der digitalen Infrastruktur, stellt die Branche aber auch vor große Herausforderungen. Wichtig ist, dass sich alle betroffenen Unternehmen mit den Vorgaben vertraut machen«, betont Kilian Wagner, Referent für nachhaltige digitale Infrastrukturen beim Bitkom. Für den Erfolg des Gesetzes brauche es eine praxisnahe Umsetzung im Austausch mit Behörden und Politik. Der Leitfaden könne dabei eine Diskussionsgrundlage für dieses gemeinsame Ziel darstellen, so Wagner.
Die Einrichtung von Energie- und Umweltmanagementsystemen sowie Reporting-Pflichten werden im Leitfaden ebenfalls ausführlich behandelt. Der Leitfaden wurde vom Arbeitskreis Rechenzentren des Bitkom erarbeitet und wird im Zuge sich verändernder Rahmenbedingungen durch die EU künftig aktualisiert.