Starterkits und Referenzdesigns für eine zügige Produktentwicklung

Übersicht: Starterkits und Referenzdesigns

28. April 2008, 15:28 Uhr | Joachim Kroll und Frank Riemenschneider

Fortsetzung des Artikels von Teil 3

Übersicht: Starterkits und Referenzdesigns

Zur Evaluierung steht mit dem DNP/SK28 ein Starterkit zur Verfügung. Dieses enthält auf einem Trägerboard – neben dem DNP/5370 – den RJ45-LAN-Steckverbinder, zwei RS-232-Schnittstellen, einen Audio-Codec mit Steckverbindern für Mikrofon und Lautsprecher, LCD und Tasten, sowie eine Lochrasterfläche für eigene Anpassungen. Zum Lieferumfang gehören ein Audio-Headset und eine CD-ROM mit Windows-Software. Über diese Software können direkte VoIP-Verbindungen zwischen dem Starterkit und einem Windows-PC aufgebaut werden. Das vorinstallierte Embedded-Linux des DNP/5370 ist bereits mit einem Webserver ausgestattet, der die einfache System-Konfiguration per Browser über eine web-basierte Oberfläche erlaubt.

Direkte Anbindung von A/D-Konvertern an Lattice-FPGAs

Lattice (www.latticesemi.com) hat ein Referenzdesign vorgestellt, auf dem die 14-bit-A/D-Konverter der ADS6000-Familie direkt an die Low-Cost-FPGAs der Lattice-ECP2/MFamilie angebunden sind. Die A/D-Umsetzer der ADS6000-Serie von Texas Instruments (www.ti.com/ADS6425evm) bewältigen Abtastraten bis zu 125 MSamples/s und haben zwei bis vier serielle Kanäle. Derart schnelle A/D-Umsetzer konnten bisher nur über Brückenchips oder nur an wesentlich teurere und höherwertige FPGAs angeschlossen werden. Durch das direkte Interface der ECP2-FPGAs für die ADS6000-Bausteine kann der Entwickler sich auf die Verarbeitung der eingehenden Daten konzentrieren, ohne sich um Timing-Details der Datenübertragung kümmern zu müssen.

Um die Verifikation der Designs zu erleichtern, ist das neue Referenzdesign auf einer von Lattice entworfenen Interfacekarte („LatticeECP advanced evaluation board“) untergebracht, die auf ein existierendes Evaluation Board (ADS6425EVM) von Texas Instruments gesteckt werden kann (Bild 2). Mit einer solchen Kombination haben die Entwickler ein sofort lauffähiges Gesamtsystem in der Hand, von dem sie eigene Lösungen ableiten können. Die ADS 6000-Familie besteht aus zwei- und vierkanaligen Konvertern mit Datenraten von 65, 80, 105 und 125 MSamples/ s. Die Lattice-FPGAs der ECP2-Serie sind in Varianten von 6000 bis 95 000 Logikeinheiten verfügbar, haben einen schnellen DSP-Block, ein DDR2-Speicherinterface mit bis zu 533 Mbit/s sowie Embedded-RAM von 1,2 bis 5,3 Mbit. Das Referenzdesign nutzt etwa 5 % der FPGA-Logik für den Transfer der A/D-Daten auf einen seriellen Bus.

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Bild 2. Die Kombination aus Inferfacekarte mit Lattice-ECP2-FPGA und Trägerkarte mit dem A/D-Umsetzer ADS6425 von Texas Instruments. Während der A/D-Umsetzer die Daten herbeischaufelt, sorgt das FPGA für die weitere Verarbeitung und die Umsetzung auf

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