Im Programm der embedded world Conference bildet Embedded Vision mit sechs Sessions und einem Expert Panel einen der Themenschwerpunkte. Kein Wunder, denn bei dieser Anwendung kommen viele der verwendeten Embedded-Komponenten an ihre Grenzen.
Bildsensorik, Verfahren zur Erfassung und Verarbeitung von Bilddaten sowie deren Auswertung als Grundlage für nachfolgende Prozesse sind wesentliche Elemente der Bildverarbeitung. Dabei muss „Embedded Vision“, also Bildverarbeitung auf Basis von Embedded Systemen sehr hohe Anforderungen in Bezug auf viele Aspekte erfüllen. So müssen die Schnittstellen und Übertragungstechniken sehr große Datenraten bereitstellen, um immer höher aufgelöste Bilddaten möglichst verzögerungsfrei vom Sensor zur Verarbeitungs- und Auswerteeinheit zu bringen. Die hierbei anfallenden Datenmengen sind im Vergleich mit sonstigen Embedded-System-Anwendungen riesig und lassen sich nur mit den ausgefeiltesten Speicher- und Systemarchitekturen bewältigen.
Um Bilddaten möglichst nah am Sensor auswerten und auf den Ergebnissen basierende Entscheidungen treffen zu können, ist Künstliche Intelligenz an der Edge erforderlich – „Edge AI“ oder auch „Embedded AI“ heißt die damit immer wichtiger werdende Lösung für diese Herausforderung. Und schließlich fordert die Integration von Sensorik und System den Embedded-Vision-Entwicklern ihr ganzes Können ab.
Das Fazit von Prof. Dr.-Ing. Axel Sikora, Chairman der embedded world Conference, lautet daher vereinfacht: Wer die Leistungsfähigkeit von Embedded Vision beherrscht, kann auch alle anderen Embedded Systeme. Kein Wunder also, dass das Thema Embedded Vision im Programm der embedded world Conference 2026 gleich in sechs Sessions und einer Expert Panel Discussion behandelt wird.
Erstmals gibt es dabei eine Session zu „Embedded Vision Use Cases“ (Session 6.5 am 11. März ab 12:45 Uhr), in der die verschiedenen technischen Aspekte in einem konkreten Anwendungszusammenhang diskutiert werden. Und auch verwandte bildgebende Verfahren wie Lidar oder Radar sind dieses Jahr zum ersten Mal Thema einer eigenen Session (Session 6.6, Radar & Artificial Intelligence, 11.03., 15:00 Uhr).
Außerdem auf dem Plan: Am ersten Konferenztag die Sessions 6.1, „Embedded Vision Concepts & Standards“ (10.03., 11:00) und 6.2, „Hardware Acceleration“ (10.03., 13:45) – sowie die Session 6.3, „Embedded Vision Pipelines“ (10.03., 16:00), die gemeinsam mit der Edge AI and Vision Alliance als Community Partner der embedded world Conference ins Leben gerufen wurde. Und an Tag 2 neben den bereits genannten die Session 6.4 „Emerging Embedded Vision & Audio Technologies (11.03., 10:00).
Und nicht zuletzt diskutieren fünf Teilnehmer einer Expert Panel Discussion am dritten Konferenztag, dem 12. März, ab 13:30 unter dem Titel „Embedded Vision on the Rise“, wie neue Hardware-Designs und physische KI die Grenzen der Embedded-Bildverarbeitung verschieben. Diese Panel-Diskussion findet im Ausstellerforum in Halle 3 der embedded world Messe statt und ist für alle Konferenzteilnehmer und Messbesucher frei zugänglich.
Das gesamte Programm der embedded world Conference 2026 inklusive aller Vorträge und Classes mit Abstracts, Informationen zu den Referenten und eine Möglichkeit zur Online-Anmeldung sind unter www.embedded-world.eu abrufbar.