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20. Oktober 2009, 09:24 Uhr   |  

Hitzeschocks, Kurzschlüsse, Korrosion, Schmutz und Feuchtigkeit sind Einflüsse, vor denen eine Baugruppe geschützt sein sollte. Aber wie? Viele gängige Oberflächenbeschichtungen sind zu schwer, lassen sich nicht einheitlich auftragen, belasten empfindliche Komponenten oder sind zu dickflüssig. Anders Parylene-Beschichtungen: Sie sind leicht und bieten zusätzlichen Schutz gegen Feuchtigkeit, bei hohen Betriebstemperaturen, gegen UV-Strahlen und andere Umwelteinflüsse.

Hitzeschocks, Kurzschlüsse, Korrosion, Schmutz und Feuchtigkeit sind Einflüsse, vor denen eine Baugruppe geschützt sein sollte. Aber wie? Viele gängige Oberflächenbeschichtungen sind zu schwer, lassen sich nicht einheitlich auftragen, belasten empfindliche Komponenten oder sind zu dickflüssig. Anders Parylene-Beschichtungen: Sie sind leicht und bieten zusätzlichen Schutz gegen Feuchtigkeit, bei hohen Betriebstemperaturen, gegen UV-Strahlen und andere Umwelteinflüsse.

Parylene ist der Sammelbegriff für organische Polymer-Beschichtungsmaterialien und derzeit in vier Varianten am Markt erhältlich: Parylene N, C, D und die von Specialty Coating Systems (SCS) angebotene Hochtemperatur-Variante Parylene HT.

Parylene-Beschichtungen sind ultradünn (typischerweise zwischen 500 Ångström und 75 Mikrometer), porenfrei, beständig gegenüber Säuren und Laugen und bieten absoluten Schutz vor Feuchtigkeit und Staub. Parylene »wachsen« gewissermaßen Molekül für Molekül an der Beschichtungsfläche fest und verfügen über nützliche dielektrische und Barriereeigenschaften. Eine Beschichtung mit einer Dicke von 25 μm besitzt beispielsweise dielektrische Fähigkeiten von mehr als 5 kV. Zudem ist Parylene chemisch inert, reagiert also nicht oder nur in verschwindend geringem Maße mit anderen Stoffen. Aufgetragen wird die Beschichtung mittels »Batch Vapor Deposition« in einem Dampfabscheidungsverfahren.

Die Anwendung von Parylene ist allerdings nicht trivial und bedarf laut Dr. Rakesh Kumar, Vice President of Technology bei SCS, Fachpersonal und spezieller Maschinen. Auf die Anwendung von Parylene-Beschichtungen konzentrieren sich mittlerweile zahlreiche Spezialunternehmen. SCS gilt auf diesem Gebiet als führender Entwickler und Beschichtungs-Dienstleister von Parylene. Zum Produktspektrum von SCS zählen neben der Dienstleistung auch Beschichtungsanlangen.

Das Unternehmen blickt auf eine lange Tradition zurück und ging aus der Firma hervor, die vor knapp 40 Jahren als Pionier Parylene entwickelt und zur Marktreife gebracht hat. »Gerade bei hochkomplexen Schaltkreisen sollte man das Beschichten mit Parylene in die Hände von erfahrenen Spezialisten geben«, so Kumar, »denn die Substanz ist hoch isolierend und muss daher so abgeschottet werden, dass sie keine Funktionen auf der Platine zerstört.«

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©

Dr. Rakesh Kumar, Specialty Coating Systems (SCS)

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