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Zum Start der Gamescom

Gamesbranche wächst weiter

27. August 2020, 10:16 Uhr   |  Tobias Schlichtmeier

Gamesbranche wächst weiter
© Koelnmesse | Gamescom

Auf der Pressekonferenz der Gamescom 2020 mit: (v.l.n.r.) Tim Endres (Projektmanager Gamescom), Oliver Frese (Geschäftsführer der Koelnmesse), Christoph Werner (Geschäftsbereichsleiter Messemanagement Koelnmesse) und einem Gamebot.

Heute startet die Gamescom – aufgrund der aktuellen Situation rein virtuell. Das tut dem Boom in der Games-Branche jedoch keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil.

Noch nie spielten so viele Menschen weltweit Videospiele. Laut Informationsdienst der deutschen Wirtschaft iwd sind es derzeit rund 2,7 Mrd. Menschen, die zumindest gelegentlich zocken – 2023 sollen es dann schon über drei Mrd. sein.

Gehört Ihr ebenfalls dazu? Dann wird Euch sicher die »Opening Night Live« der Gamescom heute Abend um 20 Uhr CEST interessieren. Eine zweistündige Show, die auf vielen Kanälen übertragen wird. Mehr als 18 Publisher, darunter PlayStation, Warner Bros. oder Bandai Namco, präsentieren ihre neuen Games und Inhalte. Darunter zum Beispiel die Weltpremiere der Gameplay-Demo von Ratchet & Clank: A Rift Apart für PlayStation 5, exklusive Ankündigungen zu Call of Duty: Black Ops – Cold War, Fall Guys: Season 2 sowie World of Warcraft: Shadowlands. Moderiert wird die Show von Produzent Geoff Keighley mit Sydnee Goodmann von IGN. Andere Shows wie Gamescom: Awesome Indies oder Gamescom: Daily folgen bis Sonntag.

Seid Ihr eher für E-Sport zu begeistern? Auch dafür ist vorgesorgt. So bereichern die »ESL One Cologne 2020«, die »League of Legends Prime League« sowie »Fordzilla« das Programm der diesjährigen Gamescom. Die ESL One Cologne 2020 startete bereits am 18. August mit kontinentalen Vorentscheiden. Anschließende Finals sind am 29. und 30. August auf »gamescom now« zu sehen. Am 29. August um 12 Uhr CEST veranstaltet die League of Legends Prime League ein Show-Match mit von Fans gewählten Stars aus der Pro Division – ebenso auf gamescom now zu sehen. Ford und sein »Team Fordzilla« veranstalten im Rahmen der Messe ein eigenes E-Sports-Turnier in Forza Motorsport 7.

Gamescom
© Koelnmesse | Gamescom

So sah es noch 2019 auf der Gamescom aus.

Neue Konsolen

Gerade die Corona-Krise hat der Videospielindustrie geholfen, weiter zu wachsen – viele haben oder hatten im Home Office oder während Kurzarbeitsphasen schlicht mehr Freizeit, um zu zocken. Die EU-Kommission prognostiziert den weltweiten Umsatz mit Videospielen auf rund 159 Mrd. im Jahr 2020. Hierbei verzeichnen Smartphone- und Konsolenspiele den größten Zuwachs. Ein Trend, der gerade Microsoft und PlayStation zugutekommen könnte, denn sie bringen Ende des Jahres neue Konsolen auf den Markt (PlayStation 5 und Xbox Series X).

Jedoch sind Computerspiele nicht nur etwas für Zocker. Rund 61 Prozent der Bundesbürger sagten in einer repräsentativen Online-Umfrage, die Corona-Zeit habe gezeigt, dass Deutschland beim Einsatz von Lernspielen – zum Beispiel in der Bildung – schon viel weiter sein sollte, so der iwd. Passenderweise heißt der Themenschwerpunkt auf dem diesjährigen Gamescom-Congress »Digitales Lernen mit Games«. Neben Online-Talks und -Panels wollen die Veranstalter ein Workshop-Programm speziell für Pädagoginnen und Pädagogen entwickeln. So geht es zum Beispiel darum, wie das System der Europäischen Union mittels Augmented Reality zu vermitteln ist.

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