Größtes Bauprojekt der Firmengeschichte

Schlegel erweitert seinen Stammsitz in Dürmentingen

26. Juni 2026, 14:04 Uhr | Andreas Knoll
Schlegel investiert einen Millionenbetrag in den geplanten Erweiterungsbau (im Vordergrund), der auch einen neuen Eingangsbereich umfasst.
© Schlegel/JKLM

Das Elektrotechnik-Unternehmen Georg Schlegel stellt die Weichen für seine Zukunft und erweitert seinen Standort Dürmentingen: Schlegel investiert einen Millionenbetrag in einen Neubau und setzt damit das größte Bauprojekte seiner Geschichte um.

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»Der Neubau ist ein klares Bekenntnis zum Standort Dürmentingen sowie zur Zukunft der Produktion ,Made in Germany‘«, betonen die Geschäftsführer Christoph Schlegel, Wolfgang Weber und Eberhard Schlegel.

Bereits 2023 hat Schlegel das benachbarte Grundstück erworben. Die Pläne für das Projekt liegen seit 2024 in der Schublade. Voraussetzung für die Umsetzung war jedoch eine stabile wirtschaftliche Entwicklung. Nachdem sich die Auftragslage zuletzt deutlich stabilisiert hat, fiel nun die Entscheidung für den Baustart.

Mit dem Neubau reagiert das Unternehmen mit seinen rund 250 Mitarbeitenden vor allem auf die zunehmende Platznot. Die bestehenden Gebäude sind inzwischen vollständig ausgelastet, zahlreiche Abteilungen arbeiten unter beengten Bedingungen. Der Neubau schafft rund 2800 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche. Damit wächst die verfügbare Fläche des Unternehmens um knapp 50 Prozent – von derzeit rund 5700 auf künftig etwa 8500 Quadratmeter. Das Unternehmen schafft damit die räumlichen Voraussetzungen für weiteres Wachstum und zukünftige Entwicklungen.

Automatisierung als wichtiger Baustein

Ein wichtiger Schwerpunkt liegt dabei auf der Automatisierung. Sie gilt als entscheidender Baustein, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig zu sichern. »Automatisierung ist ein wichtiger Ansatz, um langfristig erfolgreich produzieren zu können«, betonen die Geschäftsführer. Ziel sei es, die Produktion in Dürmentingen nachhaltig zu stärken und die Voraussetzungen für weiteres Wachstum zu schaffen. Schlegel entwickelt und produziert Elektrotechnik-Komponenten, die weltweit zur Steuerung von Maschinen und Anlagen eingesetzt werden.

Neben zusätzlichen Produktions- und Büroflächen sind auch Investitionen in die nachhaltige Energieversorgung vorgesehen. Die Dachflächen werden mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, um einen Teil des benötigten Stroms selbst zu erzeugen. Aufgrund des steigenden Energiebedarfs wird außerdem ein neues Trafohaus neben der bestehenden Anlage in der Bahnhofstraße errichtet.

Mit dem Neubau (rechtes Gebäude) erhöht sich die verfügbare Nutzfläche von Schlegel um knapp 50 Prozent auf rund 8500 Quadratmeter.

Mit dem Neubau (rechtes Gebäude) erhöht sich die verfügbare Nutzfläche von Schlegel um knapp 50 Prozent auf rund 8500 Quadratmeter.

© Schlegel/JKLM

Der Neubau orientiert sich architektonisch am Erweiterungsbau von 2014. Die Pläne sehen eine Spiegelung des Gebäudes auf der anderen Seite des Hauptbaus vor, so dass ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Aus Sicht der Geschäftsleitung steht diese Gestaltung zugleich symbolisch für die Entwicklung des Unternehmens, das über Jahrzehnte aus der Mitte heraus kontinuierlich gewachsen ist. Beim Neubau arbeitet das Unternehmen mit dem Architekturbüro JKLM aus Biberach zusammen, das bereits die Planung des Erweiterungsbaus von 2014 übernommen hat.

Baubeginn im Spätsommer

Die Bauarbeiten sollen nach aktueller Planung im August oder September beginnen. Mit den Rohbauarbeiten wurde die Firma Fritschle aus Uttenweiler beauftragt, die auch den Erweiterungsbau im Jahr 2014 realisiert hat. Die Fertigstellung des Rohbaus ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme des Neubaus für Herbst 2028.

Für die Geschäftsleitung ist das Projekt weit mehr als eine bauliche Erweiterung: »Mit dem Startschuss geben wir grünes Licht für das bedeutendste Bauprojekt unserer Firmengeschichte. Wir sind überzeugt, mit dieser Investition die richtigen Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen.«

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