Sunon kündigt nicht-RoHS-konforme Lüfter ab

10. Dezember 2007, 11:44 Uhr | Alexandra Hose, elektroniknet.de

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

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studierte von 1986 bis 1992 Physik an der Universität Bayreuth, wo er auch promovierte. Nach Stationen als Entwicklungsingenieur für Hochfrequenztechnik bei Temic Semiconductor GmbH in Heilbronn und als Prozessingenieur bei Loewe Opta GmbH in Kronach kam er 2004 zu Rohde & Schwarz. Dort arbeitet er als Produktmanager für Spektrumanalysatoren.

Um Sender oder Module für WiMAXAnwendungen zu charakterisieren, muss aber auch das Signal analysiert werden. Bei der Signalanalyse müssen dann die Träger entsprechend der DLMAPs und UL-MAPs wieder den verschiedenen Nutzern zugeordnet, demoduliert und die Messergebnisse für den Anwender anschaulich dargestellt werden. Verzerrungen, Filterlaufzeiten oder Phasenrauschen beispielsweise haben einen starken Einfluss auf die Modulationsqualität von Sendern.

Um dies zu erfassen, misst ein geeigneter Signalanalysator nun die Abweichung des real gemessenen Punktes im Konstellationsdiagramm vom erwarteten idealen Wert. Hieraus lässt sich dann der Fehlervektor (EVM) berechnen, der ein direktes Maß für die Modulationsqualität darstellt. Die DL- oder ULMAP muss dabei klar definiert sein, so dass die Zuordnung der verschiedenen Modulationsarten zu den verschiedenen Nutzern erfolgen kann (Bild 3).

Zur Definition steht entweder im Analysator ein Editor zur Verfügung oder der Analysator ist in der Lage, die DL- bzw. UL-MAPs zu entschlüsseln und die Zuordnung automatisch durchzuführen. Während der Entwicklungsphase sind oft beide Verfahren nötig, da im Falle nicht standardkonformer Signale die automatische Demodulation meist scheitert. Natürlich interessiert den Anwender nicht nur die Modulationsqualität – weitere wichtige Messungen sind die Flachheit des Signals (Spectrum Flatness), Frequenzfehler, Symboltaktfehler, Nachbarkanalaussendung und Störlinien. All diese Parameter müssen genau analysiert werden, um festzustellen, ob ein Sender standardkonform ist.

Für die Entwicklung von WiMAXAnwendungen als auch für deren Konformitätsprüfung haben die Messgeräte deutlich bessere Eigenschaften aufzuweisen als die zu testenden Einheiten, was sehr große Anforderungen an Dynamikbereich und Phasenrauschen stellt. Letzteres ist vor allem bei der OFDM/A-Modulation ein entscheidender Parameter, der sich direkt auf die Modulationsqualität auswirkt. In der Produktion sind diese Anforderungen deutlich geringer.

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Bild 3. Burst-Anordnung in einer FUSC-Zone. Unterschiedliche Bursts haben unterschiedliche Modulationsarten. Der Signalanalysator muss z.B. bei Burst 2 für die EVM-Berechnung ein 64QAM-Signal demodulieren, bei Burst 1 ein QPSK-Signal und bei Burst 3

Bild 1 verdeutlicht den möglichen Aufbau eines WiMAX-OFDMA-Signals gemäß Standard IEEE 802.16e- 2005. Das Signal beginnt mit einer Präambel, die dem Empfänger Zeit und Frequenzsynchronisation sowie eine erste Kanalschätzung ermöglicht. Die nachfolgende erste Zone ist gemäß Standard eine PUSC-Zone, die in bis zu drei Segmente unterteilt werden kann, so dass bis zu drei Basisstationen gleichzeitig senden können. Alle Empfänger müssen diese Zone decodieren können, weil in den FCHund MAP-Feldern der gesamte Signalaufbau beschrieben ist. Nachfolgende Zonen können mit erweiterten Features wie STC (Space Time Coding) den Durchsatz zu entsprechend ausgerüsteten Empfängern deutlich erhöhen.

Neben diesen sehr umfangreichen Erweiterungen des OFDMAVerfahrens gegenüber dem OFDM-Verfahren ist zusätzlich die Zahl der Träger (256 bei OFDM) bei der mobilen Anwendung flexibel (128, 512, 1024 und 2048). Damit kann die Modulation optimal auf die Übertragungsbedingungen unterschiedlicher Bandbreiten angepasst werden. Um Module für WiMAX-Anwendungen zu testen oder um die Empfindlichkeit und Störsignalfestigkeit von Empfängern zu messen, wird ein standardkonformes WiMAX-Signal benötigt.

Moderne Signalgeneratoren bieten die Möglichkeit, direkt im Gerät die Daten und die Modulation für die verschiedenen Nutzer gemäß Standard zu codieren, auf die entsprechenden Träger zu verteilen sowie die DL- und UL-MAP zu erzeugen, so dass ein standardkonformer Empfänger das Signal demodulieren kann. Um die Festigkeit des Empfängers gegenüber Störern oder anderen WiMAX-Signalen in den Nachbarkanälen zu testen (Bild 2), ist meist ein zweiter Signalgenerator erforderlich. Ein sehr breitbandig modulierbares Gerät mit hoher Dynamik und zwei Basisbandmodulen oder ein zweipfadiger Generator ersparen dem Anwender diese zusätzliche Investition.

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Bild 2. Ein WiMAX-Signal mit einer Bandbreite von 8,75 MHz muss vom Empfänger ohne Probleme demoduliert werden können, auch wenn ein um 11 dB stärkeres Störsignal im Nachbarkanal vorhanden ist. Ein solches Signal kann z.B. von einem Signalgenerator m

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