Unsere Healthtech-Highlights der DMEA 2025

22. April 2025, 12 Bilder
Messe Berlin DMEA Digital Health Medizintechnik Gesundheit
© Componeers

Riwolink auf der DMEA 2025: IP-Streaming für den OP der Zukunft

Der Digitalisierungsspezialist Riwolink wurde 2023 vom Medizingerätehersteller Richard Wolf ausgegliedert und kümmert sich dezidiert um die digitale Vernetzung im Operationssaal. Auf der DMEA 2025 zeigte der Anbieter für moderne, IP-basierte Integrationslösungen, wie zukunftssichere IT- und OT-Technologie den klinischen Alltag revolutionieren kann – immer mit dem Ziel, einen »Zero Footprint«-Ansatz für die Kliniken zu realisieren: »Platz ist im OP teuer – mit unserer Streaming-IP-Technologie reduzieren wir die Hardware auf das Nötigste und verlagern Recording, Speicherung und Vor- sowie Nachverarbeitung auf einen Server außerhalb des Raums«, sagt Integrationsexperte Bas Breuker. Im OP selbst verblieben nur noch Encoder und Decoder, welche medizinische Geräte, Bildquellen und Monitore verbinden – der Rest laufe zentralisiert und effizient im Hintergrund.

Encoder / Decoder plus Software

Besonders betont Breuker die Offenheit der OP-Systemlösung: Über standardisierte Schnittstellen (Open API) können sowohl Kliniken als auch Medizingerätehersteller die Plattform flexibel anbinden. »Wir verstehen uns als Softwareentwickler, der die Basis für Integration und Interaktion legt. Unsere Technologie ist die Grundlage, damit andere innovative Anwendungen – etwa für KI-gestützte Instrumentenerkennung oder Gesichtserkennung – darauf aufbauen können«, sagt Breuker weiter. Die Hardware-Basis dafür stammt von Sony Healthcare, insbesondere Encoder und Decoder, während die Softwareoberfläche, das User Interface und die Datenanbindung von Riwolink selbst entwickelt werden. »Wir setzen auf bewährte Technik und kombinieren diese mit moderner Software, die für KI-Anwendungen und Big Data-Analysen vorbereitet ist«, fasst Bas Breuker den Riwolink-Ansatz zusammen.

Datensicherheit für KI und Big Data

Die Richard-Wolf-Tochter setzt dabei konsequent auf On-Premise: Alle sensiblen Daten sollen in der Infrastruktur der Kliniken verbleiben. »Die Daten gehören dem Krankenhaus – wir stellen nur die Technologie. Das schafft Vertrauen und entspricht den Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit«, sagt Bas Breuker. Für Telemedizin und Remote-Zugriffe werden gesicherte Cloud-Umgebungen genutzt, um Streams nach außen bereitzustellen – immer kontrolliert und verschlüsselt. Im Trend sieht Riwolink vor allem die vollständige Ablösung klassischer AV-Technik durch IP-Streaming und die zunehmende Sammlung sowie Analyse von Videodaten, Instrumentendaten und Umgebungsdaten im OP. »Wir schaffen die Basis, damit KI und Big Data im klinischen Umfeld wirklich ankommen können. Die Zukunft des OPs ist vernetzt, offen und datengetrieben.« (uh)

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