Autoindustrie mit sinkenden Margen

Immer weniger Gewinn pro Fahrzeug

11. August 2026, 08:19 Uhr | Bergisch Gladbach (dpa), ih
Der Gewinnrückgang in der Automobilbranche fällt derzeit viel stärker aus als der Umsatzrückgang.
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US-Zölle und harter Preiswettbewerb in China belasten die Autoindustrie. Eine Auswertung unter 15 global tätigen OEMs sieht eine Schere zwischen der Entwicklung von Umsatz und Ergebnis.

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15 große Automobilhersteller haben laut einer aktuellen Auswertung im ersten Halbjahr 2026 im Schnitt operativ deutlich weniger pro Auto verdient. Das durchschnittliche Konzern-Ebit je ausgeliefertem Auto sank von 1.409 auf 1.187 Euro, wie aus einem Report des Center of Automotive Management (CAM) hervorgeht.

Ebit bezeichnet dabei eine betriebswirtschaftliche Gewinnkenngröße und steht für »Earnings Before Interest and Taxes«, auf Deutsch »Gewinn vor Zinsen und Steuern«.

Insgesamt sank das operative Ergebnis (Ebit) der untersuchten Hersteller laut Auswertung um 17,5 Prozent auf 35,6 Milliarden Euro. Der Rückgang von 17,5 Prozent fällt demnach wesentlich stärker aus als das Umsatzminus von 1,4 Prozent. Dies zeige, dass nicht in erster Linie der Umsatz, sondern die Fähigkeit zur Umwandlung der Erlöse in operative Ergebnisse unter Druck steht, heißt es darin.

Die Branche verliert Ertragskraft – ein Alarmsignal

»Die Schere zwischen Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist das eigentliche Alarmsignal des ersten Halbjahres: Wenn das Ebit zwölfmal so stark einbricht wie der Umsatz, verliert die Branche nicht Marktanteile, sondern Ertragskraft«, sagt Studienleiter Stefan. Unter der Ertragskraft versteht man die langfristige Fähigkeit eines Unternehmens, Gewinne zu erzielen.

Die Auswertung beruht unter anderem auf bis zum 6. August 2026 veröffentlichten Geschäfts- und Quartalsangaben der betrachteten Automobilkonzerne. Große chinesische Hersteller wurden aufgrund fehlender vollständig vergleichbarer Halbjahresangaben nicht berücksichtigt. In der Auswertung berücksichtigt wurden Toyota, die VW-Group, Hyundai (einschließlich Kia), Stellantis (inkl. Leapmotor International), GM, Ford, Mercedes, BMW, Tesla, Honda, Nissan, Renault, Suzuki, Mazda und Mitsubishi.

Keine Entspannung absehbar

Für die zweite Jahreshälfte ist laut CAM keine breite Entspannung zu erwarten. Unter anderem US-Zölle und der intensive Preiswettbewerb in China dürften die Branche demnach weiterhin belasten.

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