Aumovio und die BMW Group haben eine langfristige Liefer- und Entwicklungsvereinbarung getroffen und damit ihre Technologiepartnerschaft ausgeweitet. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit in Serienprojekten für Bremstechnologien und Elektroniklösungen.
Dazu zählen unter anderem das integrierte Bremssystem MK C2 sowie Komponenten und Systeme wie Bremssättel und weitere elektronische Steuerungslösungen für künftige Fahrzeugplattformen. Das geplante Auftragsvolumen liegt bei über einer Milliarde Euro.
Für die MK C2 haben die Unternehmen eine Ausweitung der Serienlieferungen bis Mitte der 2030er Jahre vereinbart. Bei der MK C2 handelt es sich um ein integriertes One-Box-Bremssystem von Aumovio, das Hauptzylinder, Bremskraftverstärker sowie Regelungsfunktionen wie Antiblockiersystem und elektronische Stabilitätskontrolle in einem kompakten und leichten Modul vereint. Das System unterstützt zugleich zentrale Anforderungen moderner Fahrzeugplattformen wie einen schnelleren autonomen Bremsdruckaufbau, effizientes regeneratives Bremsen oder Funktionen für hochautomatisiertes Fahren.
Im Rahmen der Vereinbarung werden beide Unternehmen alle rechtshängigen Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit einem integrierten Bremssystem, das Aumovio, vormals der Continental-Unternehmensbereich Automotive, für die BMW Group produziert hat, einvernehmlich durch Zahlungen von Aumovio in einer Höhe von 350 Millionen Euro beilegen.
»Die Vereinbarung mit der BMW Group ist für uns ein wichtiger Schritt zur Stärkung unserer Geschäftsbeziehungen. Sie zeigt das Vertrauen in unsere innovative Bremstechnologie und ist zugleich Ansporn für uns, die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen unseren Unternehmen voranzutreiben und gemeinsam die Zukunft der Mobilität zu gestalten«, betont Philipp von Hirschheydt, CEO von Aumovio.