Leistungsverstärker für Bordnetzsimulation

24. März 2009, 15:14 Uhr | Björn Graunitz, elektroniknet.de

Rohrer bringt mit HERO Power eine Reihe von Leistungsverstärkern auf den Markt, mit denen die Kfz-Bordnetzsimulation für den Komponententest möglich sind und die sich durch Umschalten an ein breites Anwendungsgebiet anpassen lassen.

Diesen Artikel anhören

Zwar gibt es Normen hinsichtlich einheitlicher Testverfahren, sodass Standardkomponenten aussagekräftig vergleichbar sind, andererseits jedoch übertreffen individuelle Werksnormen diese standardisierten Testverfahren zum Teil erheblich. Da mit den HERO-Power-Leistungsverstärker die Simulation von Startvorgängen mit dynamischen DC-Quellen erfolgen kann, wird Rohrer auch diesen Werksnormen gerecht.

Grundsätzlich ist ein Bordnetz unipolar, so dass für viele Testanwendungen eine DC-Stromversorgung und eine Standardsenke genügen - beispielsweise beim Testen der Lade-/Entladezyklen einer Batterie. Komplexer werden die dynamischen Tests, bei denen sich während des Testzyklus die Impedanzen verändern, sei es durch mechanische Bewegungsabläufe (beispielsweise bei Ventilen) oder in Abhängigkeit von Frequenzänderungen. In beiden Fällen sollte der Innenwiderstand der Quelle klein bis vernachlässigbar sein, was unter anderem eine hohe Bandbreite der Quelle voraussetzt.

Die höchsten Anforderungen an das dynamische Verhalten einer Quelle werden bei Impulsflanken von <1µs gestellt. Zwar lassen sich diese Flanken auch mit elektronischen Schaltern und zwei DC-Quellen realisieren, doch ist der zeitliche Aufwand erheblich, insbesondere wenn die Schaltpegel zu variieren sind. Jede der beiden DC-Quellen muss erst »eingeschwungen« sein, bevor der Schaltvorgang getätigt werden kann - dies dauert lange, ganz abgesehen vom Programmieraufwand. Ein schneller Verstärker mit Anstiegszeiten von <<1µs lässt sich jedoch direkt mit einem arbiträren Funktionsgenerator vom Rechner aus ansteuern.

Neben Funktionstests sind EMC-Tests ein wesentlicher Bestandteil bei der Komponentenerprobung. Eine zentrale Rolle nehmen dabei die Helmholtz-Spulen ein. Eine Möglichkeit der Versorgung sind HiFi-Verstärker, die den Anforderungen jedoch nur bedingt entsprechen. Nicht selten werden hier Frequenzen von einigen Hz bis 150 kHz verlangt - dies bei Spannungen von ±400V.


Jetzt kostenfreie Newsletter bestellen!