Vitesco Technologies und Vector

Kooperation bei Software für zentralen Fahrzeug-Controller

16. März 2022, 12:48 Uhr | Irina Hübner
Vitesco Technologies und Vector arbeiten zusammen.
© Vitesco Technologies

Mit ihrer Zusammenarbeit wollen Vitesco Technologies und Vector die Softwareentwicklung im Bereich der koordinierten Fahrzeugbewegung vorantreiben – und zwar mit einem zentralen Master-Controller-Steuergerät. Weiteres Ziel ist, den AUTOSAR-Classic-Standard zu erweitern.

Vitesco Technologies bringt rund 25 Jahre Softwareerfahrung und die Systemkompetenz für Komplettlösungen im Bereich Antrieb in die laufende Partnerschaft ein. Vector liefert Steuergerätesoftware nach dem Standard AUTOSAR Classic und hat zudem die erforderliche Expertise zu den entsprechenden Softwarekomponenten.

Beide Unternehmen sind langjährige Mitglieder der AUTOSAR-Entwicklungspartnerschaft und wollen mit ihrer Zusammenarbeit bezüglich des Master-Controllers auch den bekannten Branchenstandard um ein Flexibilität-Konzept erweitern, um so die Einsatzmöglichkeiten von AUTOSAR Classic auch in Zentralsteuergeräten zu vereinfachen.

Große Softwaresysteme definieren den Antrieb

Software wird in anspruchsvollen Automotive-Projekten zunehmend zur bestimmenden Größe. Das liegt vor allem an der Elektrifizierung sowie der Zentralisierung von immer rechenintensiveren Funktionen bei gleichzeitigem Anstieg der Komplexität. Große Systeme mit mehr Varianten laufen verstärkt in einem Hochleistungsrechner. Auch der Master-Controller von Vitesco basiert auf diesem Ansatz.

Während die Software bei bisherigen Systemen mit den einzelnen Funktionsbereichen im Antrieb, der Koordination aller Fahrzeugbewegungen und im Energiemanagement auf mehrere Steuergeräte mit einer komplexen Vernetzung verteilt ist, wird dies bei der Entwicklung des Master-Controllers in einem zentralen Steuergerät zusammengefasst. Dabei entstehen komplexere und größere Softwaresysteme.

»In einem elektrifizierten Fahrzeug müssen sehr viele Software- und Funktionsbausteine in einem Steuergerät reibungslos koexistieren. Außerdem muss es möglich sein, einzelne Funktionsblöcke hinzuzufügen und zu aktualisieren, ohne alle anderen zu beeinflussen oder gar das Gesamtsystem neu generieren zu müssen«, erläutert Gerd Winkler, Entwicklungsleiter Elektronik und Softwarearchitektur bei Vitesco.

Genau dazu dient das Software-Flexibilität-Konzept, das seit dem AUTOSAR-Release 20/11 Bestandteil der Branchenplattform ist. Im Rahmen der laufenden strategischen Partnerschaft zwischen Vitesco und Vector entsteht bereits ein seriennahes, zentrales Fahrzeugsteuerungssystem aus Software und Hardware für einen großen deutschen Fahrzeughersteller.

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