Die Spannung einer Autobatterie variiert stark je nach Temperatur, Betriebszustand, Alter und Ladekapazität. Wenn die Zahl der LEDs in einer Zeile oder einem Cluster zunimmt, kann die Gesamtspannung für die LEDs leicht in den Bereich der minimalen oder maximalen Batteriespannung gelangen. Daher muss ein LED-Treiber in der Lage sein, aus der veränderlichen Spannung der Autobatterie nicht nur einen konstanten Strom zu liefern, sondern auch eine konstante Spannung. Ein solcher LED-Treiber muss die Gleichspannungswandlung in beide Richtungen durchführen können (Buck, Step-down und Boost, Step-up) – und zwar automatisch und übergangslos zwischen diesen Betriebsmodi.
![]() | Dr. Kai Richter |
LTC3783 und LT3477 enthalten einen denkbar einfachen Buck-Boost-Schaltkreis mit nur einer einzigen Induktivität (Bild 2). Beide verfügen über einen High-Side-Current-Sense-Modus, bei dem der Laststrom in UIN zurückgespeist wird, wodurch eine Lastspannung (UOUT – UIN) geliefert wird, die höher oder niedriger als die Eingangsspannung sein kann. Diese Konfiguration ermöglicht die vollständige Überlappung von Eingangs- und Ausgangsspannung.
Bislang konnten Entwickler entweder einen großen Dimmbereich zulas-ten der Farbqualität von HB-LEDs realisieren, oder sie mussten den Dimmbereich einschränken, um die Farbkonsistenz zu erhalten. Der LTC3783 befreit sie mit der zum Patent angemeldeten „True Color PWM“-Dimmtechnik aus dieser „Zwickmühle“. Der LTC3783 verfügt über ein digitales Dimmverhältnis von 3000:1! Bislang waren für eine solche Funktion komplizierte Schaltungen und der Einsatz mehrerer ICs erforderlich. Bei einer analogen Eingangssteuerung ermöglicht der LTC3783 ein Dimmverhältnis von 100:1.