Optische 10-Gbit/s-Datenübertragung

Hinge integriert KD-Transceiver in Automotive-Kamerasystem

9. Juni 2026, 11:37 Uhr | Irina Hübner
Optische Automotive-Kamera von Hinge auf Basis von KDs KD7251 für die Datenübertragung mit 10 Gbit/s.
© KD

Hinge Technology integriert den optischen Transceiver KD7251 in ein neues Automotive-Kamerasystem für die Datenübertragung mit 10 Gbit/s. Dies bestätigt die Praxistauglichkeit der KD-Technologie in realen Fahrzeugnetzwerken.

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Das Kamerasystem des chinesischen Anbieters von Elektronikarchitekturen für Fahrzeuge nutzt die optische Datenübertragung für hochauflösende Kameraverbindungen über einen optischen Backbone. Es unterstützt zonale und zentralisierte Architekturen.

Der KD7251 implementiert nGBASE-AU-PHYs gemäß IEEE Std 802.3cz für die optische Multigigabit-Kommunikation über Multimode-Glasfaser. Er unterstützt die Sensorvernetzung mit hohen Datenraten und die Backbone-Kommunikation in softwaredefinierten Fahrzeugen (SDV).

Multi-Kamera-Architektur mit optischer 10-Gbit/s-Datenübertragung

Das vorgestellte System basiert auf einer Multi-Kamera-Architektur mit optischen Verbindungen innerhalb des Fahrzeugnetzwerks. Zwei optische 10-Gbit/s-Kameras sind mit jeweils zwei elektronischen Steuergeräten (ECUs) verbunden, wobei die Daten über einen optischen Backbone zwischen den ECUs übertragen werden.

Eine ECU bündelt und verarbeitet insgesamt vier hochauflösende Videodatenströme für Funktionen wie Bildzusammenführung (Image Stitching) und Displayausgabe. Zusätzlich ist ein optischer 1-Gbit/s-Kameralink integriert, um Gigabit- und Multigigabit-Verbindungen direkt miteinander zu vergleichen.

KD7251 ermöglicht optische Multigigabit-Verbindungen für Fahrzeugnetzwerke

Im Zentrum des Systems steht der KD7251, ein Single-Chip-Transceiver mit integrierter optischer Schnittstelle, der optische und elektronische Funktionen in einem kompakten Bauteil vereint. Er ermöglicht die optische Multigigabit-Datenübertragung über Multimode-Glasfaser (OM3) mit Datenraten von bis zu 10 Gbit/s und unterstützt zugleich den rückwärtskompatiblen Betrieb bei niedrigeren Geschwindigkeiten. Dadurch lassen sich unterschiedliche Kamera- und Sensortypen flexibel in ein gemeinsames Netzwerk integrieren.

Multi-Kamera-Demo von Hinge mit KDs KD7251, optischen 10-Gbit/s-Links und optischem Backbone.

Multi-Kamera-Demo von Hinge mit KDs KD7251, optischen 10-Gbit/s-Links und optischem Backbone.

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Der KD7251 ist für eine zuverlässige Highspeed-Konnektivität in anspruchsvollen Fahrzeugumgebungen ausgelegt. Er bietet eine geringe Latenz, hohe EMV-Robustheit und erfüllt automobile Anforderungen wie funktionale Sicherheit nach ASIL-B sowie erweiterte Temperaturbereiche. Seine integrierten Bridging-Funktionen erlauben zudem eine direkte Anbindung von Kamerasensoren und Verarbeitungseinheiten.

Verlustfreie Übertragung hochauflösender Videodatenströme

»Auf dem Automotive Ethernet Congress in München haben wir unser neues Kamerasystem erstmals öffentlich in einer Live-Demo vorgestellt. Dabei kommen optische 10-Gbit/s-Links auf Basis von KDs KD7251 zum Einsatz«, betont Yang Jun, CTO von Hinge Technology.

»Das System belegt die verlustfreie Übertragung hochauflösender Videodatenströme sowie den Echtzeit-Datenaustausch über einen optischen Backbone. Durch das Kombinieren mehrerer 10-Gbit/s-Kameraeingänge und den direkten Vergleich mit 1-Gbit/s-Links haben wir deutliche Vorteile bei Bildqualität, Latenz und der Gesamtleistung des Systems für künftige Automotive-Anwendungen nachgewiesen. Das zeigt, dass die optische Multigigabit-Konnektivität für den Einsatz in Fahrzeugen bereit ist.«

Zukunftsfähige optische Architektur

»Mit der Integration von KDs KD7251 in sein System realisiert Hinge Technology eine robuste und zukunftsfähige optische Architektur. Das System unterstützt Kamera-Anbindungen mit 1 Gbit/s und 10 Gbit/s«, ergänzt Pablo Blazquéz, Business Development Manager für Europa bei KD.

»Die Videodatenströme werden über einen optischen 10-Gbit/s-Backbone auf Basis des KD7251 zusammengeführt. Damit entsteht eine skalierbare optische Plattform. Ihr Potenzial reicht über den asiatischen Automobilmarkt hinaus und erstreckt sich auch auf Anwendungen in der Robotik, wo zuverlässige Highspeed-Verbindungen eine zentrale Voraussetzung darstellen.«

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