Erfahrungen mit dem Fujitsu-FlexRay-Evaluation-Kit

FlexRay in Betrieb nehmen

20. Dezember 2006, 14:13 Uhr | Michael Schreiber
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Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Kryptographie – Voraussetzung für verlässliche Funktion

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Bild 3. Mit FlexConfig können die einzelnen Parameter des Communication Controllers erstellt werden. Zusätzlich zeigt das Programm konsistente Werte durch grüne Punkte an.

Zu den Beispielapplikationen sind auf der CD auch Projektdateien für „FlexConfig“, mit denen sich die entsprechenden CHI-Dateien reproduzieren lassen sollen. In der Praxis zeigt sich allerdings, dass die bei den Beispielapplikationen enthaltenen CHI-Dateien von den selbst erzeugten deutlich abweichen. Die erzeugten Dateien unterscheiden sich in den Einstellungen für den Communication Controller wie auch die Konfiguration und Reihenfolge der im Beispiel verwendeten Buffer. Mit den selbst erzeugten CHI-Dateien lassen sich so keine lauffähigen Applikationen mehr erzeugen. Die in den Beispielapplikationen verwendeten CHI-Dateien wurden mit einem Werkzeug von Decomsys erzeugt. Die „Decomsys::Toolchain“ kann als 30-Tage-Demolizenz ohne Einschränkungen des Funktionsumfanges getestet werden (Bild 4). Die Arbeitsweise der Hauptanwendung „Designer“ unterscheidet sich von der von „FlexConfig“. Hier werden ausgehend vom Datenfluss der benötigten Signale der FlexRay-Cluster und die Knoten modelliert.

Das FlexRay-Evaluation-Kit eignet sich gut, um einen Einblick in die Funktionsweise sowohl der FlexRay-Technik selbst wie auch der benötigten Werkzeuge zu gewinnen. Kleinere Probleme mit den Beispielapplikationen ließen sich dank der kompetenten Unterstützung durch Fujitsu leicht lösen und sind überdies in der aktuellen Version des Evaluation-Kits bereits behoben. Für praxisnahe Anwendungen, die über die Komplexität einfacher Beispielapplikationen hinausgehen, ist die Verwendung automatisierter Werkzeuge zur Konfiguration der Busparameter und zur Verwaltung der Signale unerlässlich. Die Boards eignen sich über das Kennenlernen der Technik hinaus auch für die Verwendung etwa für Prototypen oder auch als Gegenstelle für weitere FlexRay-basierte Geräte.

Benjamin Dirsch ist Diplom-Informatiker und seit vier Jahren als Senior Security Consultant bei cv cryptovision tätig. In mehreren Projekten für Automobilhersteller und - zulieferer war er für Sicherheitskonzepte und deren Umsetzungh zuständig.
E-Mail: benjamin.dirsch@cryptovision.com
Dr. Thomas Zeggel ist Diplom Physiker und seit fünf Jahren als Senior Security Consultant bei cv cryptovision GmbH tätig. Er war in einer Vielzahl von Projekten im Bereich Automotive und Embedded Systems tätig und u.a. für die Entwicklung des Digital-Rights-Management-Systems C-IQ verantwortlich.
E-Mail: thomas.zeggel@cryptovision.com

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Bild 4. FlexRay-Cluster und -Knoten lassen sich auch mit Tools wie dem Decomsys::Designer modellieren. Für komplexere Systeme ist dies das mächtigere Werkzeug.

  1. FlexRay in Betrieb nehmen
  2. Kryptographie – Voraussetzung für verlässliche Funktion
  3. Autor
  4. Beispiel-Applikationen
  5. Was ist wirklich sicher?

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