Elektromobilität in Deutschland

E-Auto-Zulassungen steigen bis 2035 um 653 Prozent

14. März 2022, 12:52 Uhr | Kathrin Veigel
Ladestationen in Oslo. Norwegen, das 98 Prozent der Energie aus Wasserkraft gewinnt, eignet sich als Versuchskaninchen für Elektromobilität. Das kleine Land ist aber davon abhängig, dass andere Länder folgen, damit der Markt in Gang kommt.
© Sigrid Harms/dpa

Mehr als die Hälfte der neu zugelassenen deutschen Autos wird bis 2035 elektrisch sein. Damit steht Deutschland im Europa-Ranking der Elektrofahrzeugverkäufe an sechster Stelle. Das zeigen neue Daten von Confused.com.

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Die Experten des Autoversicherers Confused.com haben in einer aktuellen Studie die Entwicklungen im Bereich Elektromobilität untersucht und hierfür Daten der Europäischen Umweltagentur und von Eurostat analysiert. Zweck der Studie war vorherzusagen, welche europäischen Länder bis 2035 den höchsten Anteil an Elektrofahrzeugverkäufen haben werden.

Mit dem höchsten Prozentsatz an neu verkauften Elektrofahrzeugen im Jahr 2020 (54,37 Prozent) wird Norwegen wahrscheinlich auch den höchsten Anteil an neu zugelassenen Elektrofahrzeugen im Jahr 2035 haben. Confused.com prognostiziert, dass 99,9 Prozent der Fahrzeuge elektrisch sein werden – ein satter Anstieg von 83,74 Prozent innerhalb von 15 Jahren.

An der Spitze stehen die Niederlande, die bis 2035 ebenfalls 99,9 Prozent ihrer neu zugelassenen Fahrzeuge als Elektrofahrzeuge haben werden. Das ist eine Verbesserung um 336 Prozent innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens. 

An vierter Stelle liegt Dänemark, wo bis 2035 voraussichtlich 54,51 Prozent der Neufahrzeuge einen elektrischen Antrieb haben sollen – ein Anstieg um 658 Prozent gegenüber dem Anteil der E-Fahrzeuge im Jahr 2020 (7,19 Prozent). Im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarn ist dies 5 Prozent mehr als Deutschland (51,68 Prozent), aber 32 Prozent weniger als Schweden (80,35 Prozent) und 45 Prozent weniger als Norwegen (99,90 Prozent). 

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