Aus Sicht von Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch, steht die Automobilzulieferindustrie vor »äußerst schwierigen Herausforderungen«. Daher sei der weltgrößte Automobilzuliefer »bestrebt die Beschäftigung so weit wie möglich zu sichern«.
Dies erklärte Fehrenbach gegenüber der Bosch-internen Mitarbeiter-Zeitung »Bosch Zünder«. Der weltgrößte Automobilzulieferer versuche »im Zusammenspiel mit den Arbeitnehmervertretern Entscheidungen mit Augenmaß zu treffen, um die Beschäftigung so weit wie möglich zu sichern«.
Allein an den deutschen Bosch-Standorten sind bereits knapp 47.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit oder haben eine verkürzte Wochenarbeitszeit. »Wenn sich abzeichnet, dass es im zweiten Halbjahr keine Bodenbildung gibt, müssen wir den Einsatz der Kurzarbeit überdenken«, mahnt Fehrenbach. Laut dem Vorsitzenden der Geschäftsführung stellt die Kurzarbeit auch nur »ein teures Werkzeug dar, um Mitarbeiter in Deutschland an Bord halten zu können.« An Standorten in Australien, Brasilien, Großbritannien, Spanien, Tschechien, Ungarn, der Türkei und den USA ist es bereits zu betriebsbedingten Entlassungen gekommen - bisher aber nur in »niedriger vierstelliger Zahl«.
Fehrenbach erkenne zwar erste Anzeichen für eine mögliche konjunkturelle Stabilisierung im Laufe des Geschäftsjahres 2009, trotzdem sei die Geschäftführung von Bosch bestrebt, die Ausgaben weiterhin so gering wie möglich zu halten. »Unsere Liquidität und finanzielle Unabhängigkeit genießen höchste Priorität.« Zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres beschäftigte Bosch weltweit rund 282.000 Mitarbeiter.