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Produktionsautomatisierung und Logistikoptimierung in Echtzeit

Vernetzte RFID-Transponder


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Anbindung an die Ethernet-Infrastruktur

Für die Integration im industriellen oder logistischen Umfeld wird die Anbindung an das Ethernet (LAN/WAN) immer wichtiger. Der Informationstransfer am Lese-/Schreib-Ort (Gate) kann erhebliche Datenmengen erreichen, dieses muss daher mit Datenbanksystemen sicher kommunizieren können. Dazu liefert die Harting-Division ICPN [4] die entsprechende Infrastruktur zur Vernetzung, einschließlich der erforderlichen industriellen Switches und Gateways. Dabei werden alle Systemkomponenten in IP-geschützten Gehäusen für rauhe Umgebung mit hoher Zuverlässigkeit angeboten.

Für die Integration des RFID-Verfahrens in bestehende Netzwerke ist die Kompatibilität zur örtlichen industriellen Ethernet-Infrastruktur von erheblicher Bedeutung. Um eine nahtlose Integration innerhalb der Logistikkette zu ermöglichen, werden die Nutzungsprofile der entsprechenden Anlagen und RFID-Lesegeräte analysiert. Zunächst wird mit Blick auf die anfallenden Datenmengen bei der Logistikkette und beim Netzwerk-Abschnitt anhand der Zykluszeit des Lesesystems das entsprechende Profil erstellt. Dieses wird in der darauf folgenden Anwendung in Form von standardisierten Datenpaketen – unter Nutzung von TCP/IP – an die Logistiksysteme vermittelt.

Für die nahtlose Integration ins Ethernet bietet Harting in Zusammenarbeit mit den Herstellern der Lesesysteme entsprechende Komponenten an. Die individuelle Konfiguration der Systeme für die jeweilige Anwendung ist dabei über die Nutzung von UDP (User Datagram Protocol) möglich. Der Anwender ist damit nicht mehr an eine umständliche Programmierung mit speziellen Geräten und proprietären Lösungen gebunden, sondern er kann mit Hilfe eines Standard-Web-Browsers alle für den RFID-Betrieb erforderlichen Systemparameter einstellen. Vorhandene RS-485-/422- und RS-232-Systeme lassen sich dabei durch einen entsprechenden Konverter direkt integrieren.

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Lese- und Schreibeinheit mit Ethernet-Schnittstelle.

[1]Harting Mitronics – www.harting-mitronics.ch
[2]LPKF Laser & Electronics AG – www.lpkf.de
[3]Ticona GmbH – www.ticona.com
[4]Harting ICPN Industrial Communication and Power Networks – www.harting.com

Jörg Hehlgans arbeitete im Anschluss an sein Studium der Elektrotechnik an der TU Braunschweig ab 1982 bei der Firma Fuba, u.a. an der Entwicklung von 540-Mbit/s-Glasfaser-Übertragungssystemen, Satelliten-Empfangssystemen und Antennen. 1996 wechselte er als Leiter Produktmarketing für Produkte der aktiven Mobilfunk-Versorgung in Gebäuden und Tunneln zu Huber+Suhner. Seit 2002 ist er bei der Harting-Technologiegruppe im Bereich Mikrosystemtechnik beschäftigt, seit einem Jahr als Leiter Marketing & Vertrieb bei der Harting Mitronics AG mit dem Schwerpunkt passive UHF-RFID-Transponder.
joerg.hehlgans@harting.com


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