Informationsaustausch per OPC UA

Zunehmende Unterstützung großer IoT-Anbieter

1. Februar 2022, 13:06 Uhr | Andreas Knoll
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Stefan Hoppe, OPC Foundation: »OPC UA ist die einzige harmonisierte Lösung für die Prozess- und Fabrikautomatisierung, die vom Feld zur Cloud (und zurück) skaliert.«
© OPC Foundation

Immer mehr große IoT-Anbieter wie Amazon Web Services (AWS), Google Cloud, IBM, Microsoft, SAP und Siemens nutzen die OPC-UA-Technik für den sicheren, standardisierten Informationsaustausch in Edge-to-Cloud-Anwendungen. Dies teilte die Nutzerorganisation OPC Foundation jetzt mit.

Als Hauptgründe für diese Entwicklung betrachtet die OPC Foundation erstens die weltweite Akzeptanz von OPC UA als offener Standard für die sichere Interoperabilität von Produktionssystemen über OT- und IT-Netzwerke hinweg, die einen standardisierten Datenaustausch nutzen. Demnach gibt es über 850 registrierte OPC-Foundation-Mitglieder, die ein großes, schnell wachsendes Ecosystem von Endanwendern, Standardisierungsgremien und Anbietern unterstützen.

Zweitens verwendet OPC UA eine standardisierte Methode zur Definition, Erkennung und Nutzung von Informationsmodellen (IM) und Diensten, die mit den Produktionssystemen verbunden sind. Dieser standardisierte Ansatz für den semantischen Informationsaustausch verhindert die Bindung an einen bestimmten Anbieter und die kostspielige kundenspezifische Programmierung, die für die Aufnahme nicht standardisierter IM in der Cloud erforderlich ist. Mit der Einführung der UA Cloud Library sind OPC UA IM global für alle Cloud-Anwendungen verfügbar, so dass es für Cloud-Anwendungen einfach ist, semantische Informationen auf OPC-UA-Basis sowie Live-Daten aus dem Edge-Bereich direkt zu nutzen.

Drittens unterstützt OPC UA als transportunabhängiger IEC-Standard zwei verschiedene Kommunikationsmuster: Client/Server (etwa über TCP oder WebSockets) sowie Publish/Subscribe (beispielsweise über UDP oder MQTT), um den unterschiedlichen Anforderungen der Industrie gerecht zu werden - von Produktionssystemen bis hin zu Edge- und Cloud-Szenarien.

Viertens: Das Programm zur Qualitätssicherung der OPC Foundation erstreckt sich auf die OPC-UA-Publish/Subscribe-Kommunikationsmuster und bildet den ersten herstellerübergreifenden Multi-Cloud-Standard. Interoperabilitäts-Workshops mit SPS-Anbietern wie Beckhoff und Siemens, die OPC-UA-Daten von der Steuerung über MQTT senden, haben bereits begonnen.

Fünftens: Die Endanwender profitieren von den Zusagen der großen IoT-Anbieter, die OPC UA als Standard für die IoT-Kommunikation unterstützen. »OPC UA ist die einzige harmonisierte Lösung für die Prozess- und Fabrikautomatisierung, die vom Feld zur Cloud (und zurück) skaliert«, erläutert Stefan Hoppe, President der OPC Foundation. »Die Vision der OPC Foundation, OPC UA als den offenen Standard der Wahl für die Dateninteroperabilität in der gesamten Automatisierungswelt zu etablieren, begann und gedieh mit Steuerungen und Visualisierungssystemen und hat nun die IT und die Cloud erreicht. Dies wird zu einem weiteren Wachstum des offenen Ecosystems auf OPC-UA-Basis führen.«

Das Kriterium für die Aufnahme in die Liste der Unterstützer ist, dass die Unternehmen OPC UA over MQTT entweder bereits in ihren Produkten anbieten oder dass diese Umsetzung auf ihrer Entwicklungs-Roadmap steht.

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