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IoT-Geräteanbindungen via Mobilfunk wachsen um 12 Prozent

Der weltweite Zuwachs an zellularen IoT-Anbindungen bis 2025.
Der weltweite Zuwachs an zellularen IoT-Anbindungen bis 2025.
© Berg Insight

Ein neuer Bericht von Berg Insight besagt, dass die weltweite Zahl der IoT-Geräte, die über Mobilfunk kommunizieren, im letzten Jahr 2020 um 12 Prozent auf 1,74 Mrd. angestiegen ist. Das entspricht etwa 18 Prozent aller Mobilteilnehmer. Vodafone ist die Nummer 1 unter den westlichen Anbietern.

Bis 2025 sollen die Iot-Anbindungen auf 3,74 Mrd. ansteigen, was einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 16,6 Prozent pro Jahr entspricht. Während dieser Zeit soll der Umsatz mit IoT-Anbindungen durchschnittlich um 15,4 Prozent pro Jahr wachsen, was zu einem Umsatz von 15,9 Mrd. Dollar im Jahr 2025 führen würde. In diesem Zeitraum soll aber gleichzeitig der monatliche ARPU (Average Revenue Per User) auf 0,38 Dollar sinken.

China ist weltweit der größte Markt, die installierte Basis ist 2020 um 11 Prozent auf 1,14 Mrd. IoT-Anbindungen gewachsen, also zwei Drittel aller IoT-Anbindungen weltweit. Gemäß der Studie von Berg Insight verzeichneten die Regionen »Nordamerika« (Platz 2 mit 188 Moi. IoT-Anbindungen) und »Westeuropa« (Platz 3 mit 171 Mio. IoT-Anbindungen) im letzten Jahr mit über 15 Prozent allerdings die höchsten Wachstumsraten.

Die zehn größten Mobilfunknetzbetreiber standen Ende 2020 zusammen für 1,49 Milliarden IoT-Mobilfunkanbindungen, also rund 86 Prozent aller IoT-Anbindungen weltweit entspricht. Der größte Anbieter ist China Mobile mit geschätzten 658 Mio. IoT-Anbindungen. China Unicom und China Telecom folgen auf den Plätzen zwei und drei mit 240 Mio. bzw. 238 Mio. Anbindungen. »2020 war das erste Jahr seit den frühen 2010er Jahren, in dem die Zahl der Mobilfunk-IoT-Verbindungen in China langsamer wuchs als im weltweiten Durchschnitt«, sagt Fredrik Stalbrand, Senior Analyst bei Berg Insight. Schuld daran ist eine rückläufige Entwicklung beim größten Akteur in China, China Mobile. Als Grund für die Rückgänge verweist Berg Insight darauf, dass China Mobile versucht, seine Nutzer von 2G-Diensten zu zwingen, auf NB-IoT- und 4G-LTE Cat-1-Techniken zu migrieren.

Vodafone rangiert mit 118 Mio. Anbindungen an erster Stelle unter den westlichen Betreibern und an vierter Stelle insgesamt, gefolgt von AT&T mit 81 Mio. an fünfter Stelle. Verizon und die Deutsche Telekom haben zwischen 45 und 48 Mio. IoT-Verbindungen, Telefónica kommt auf 26 Mio., Orange und Telenor rangieren in der Top Ten-Liste auf den letzten Plätzen, Orange mit etwa 18 Mio. und Telenor mit zirka 17 Mio. Anschlüssen.

Die Umsätze mit IoT-Anbindungen wachsen deutlich langsamer als die Anzahl der Verbindungen. Bislang entfällt etwa nur 1 Prozent des Gesamtumsatzes bei den meisten Betreibern auf IoT-Konnektivitätsdienste. Die Analysten von Berg Insight schätzen, dass der weltweite Umsatz mit IoT-Konnektivität im letzten Jahr um 6 Prozent gewachsen ist, während der monatliche APRU um 16 Prozent gesunken ist.

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