Spitzencluster it´s OWL

Fünf Leitprojekte für neue Technologiefelder

28. November 2018, 15:00 Uhr | Andreas Knoll

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Große Datenmengen aufbereiten und neue Services entwickeln

Wie große Datenmengen erfasst und genutzt werden können, ist Schwerpunkt des Leitprojekts „Industrial Automation Plattform für Big Data“. Hierzu arbeiten Weidmüller, Lenze, KEB, Benteler und Kannegiesser mit Fraunhofer IEM, Fraunhofer IOSB-INA, der Hochschule OWL und der Universität Paderborn zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Bausteine für IT-Plattformen, die selbstorganisierend Daten sammeln, aufbereiten, transportieren und speichern können.

„In dem Leitprojekt geht es um die Entwicklung technischer Grundlagen für die Automatisierung und in der Produktion“, verdeutlicht Jörg Timmermann, Vorstandssprecher der Weidmüller-Gruppe. „Diese sind die Enabler für zukünftige Software-Services und daher von zentraler Bedeutung. Wir wollen in dem Projekt die Grundlage für Value Based Services in modularen, wandlungsfähigen Produktionsanlagen schaffen. Wichtige Anforderungen dafür sind Sicherstellung von IP und Security, Automatisierung der Integration und der Zugriffssteuerung, Unterstützung der relevanten Geschäftsmodelle sowie Integration heterogener Datenquellen. Die Services sollen anhand konkreten Pilotfertigungsanlagen der beteiligten Projektpartner zur Validierung der Datenintegration umgesetzt werden.“

Mit digitalen Zwillingen Inbetriebnahme und Betrieb von Maschinen optimieren

Ziel des Leitprojekts „Technische Infrastruktur für digitale Zwillinge” ist es, eine interoperable Interaktion und Nutzung der digitalen Modelle eines Produkts oder Produktionssystems während dessen Lebenszyklus zu ermöglichen, und zwar unter Berücksichtigung industrierelevanter Standardisierung. Besondere Herausforderungen dabei sind die möglichst automatisierbare Erstellung der digitalen Zwillinge sowie deren Erreichbarkeit für Netzwerke, Plattformen und die damit verbundenen Geschäftsmodelle. Projektpartner sind Phoenix Contact, KEB, Lenze, Weidmüller und Bosch Rexroth sowie die Hochschule OWL und Fraunhofer IOSB-INA.

In einem abgeschlossenen it´s-OWL-Projekt hat Phoenix Contact den ersten Schritt für eine durchgängige Gestaltung digitaler Zwillinge erprobt und unter dem Dach des Projekts „Smart Engineering and Production 4.0 (SEAP 4.0)“ gemeinsam mit Eplan und Rittal weiterentwickelt. „In dem neuen Leitprojekt werden wir eine Referenzinfrastruktur entwickeln“, betont Hans-Jürgen Koch, Executive Vice President Business Area Industry Management and Automation bei der Phoenix Contact Electronics GmbH. „Damit können wir den Aufwand verringern, der beim Einsatz neuer Produktversionen oder Funktionsänderungen im Lebenszyklus von Maschinen und Anlagen anfällt, um deren Verfügbarkeit aufrechtzuerhalten. Durch die Verwendung des digitalen Zwillings sowohl der Maschinen und Anlagen als auch der in ihnen verbauten Produkte werden Einsparpotenziale von über 50 Prozent im Betrieb sowie weitere Einsparungen im Rahmen der Inbetriebnahme und des Service erwartet.“

Darüber hinaus geht es um die energetische Abbildung der Fabrik über digitale Zwillinge sowie deren Interaktion mit den Engineering- und Runtime-Systemen über ein innerbetriebliches Smart Grid auf Gleichstrombasis.

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  1. Fünf Leitprojekte für neue Technologiefelder
  2. Große Datenmengen aufbereiten und neue Services entwickeln
  3. Plattformen bieten neue Zugänge zu Kunden und Märkten

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