Die traditionellen produzierenden Abnehmerindustrien werden laut Breyer auch weiterhin das Rückgrat der europäischen Bildverarbeitungsbranche bleiben. »Dies zeigen der außergewöhnliche Aufschwung im vergangenen Jahr in der Automobilindustrie sowie konstante Wachstumsraten in konjunkturzyklischen Industrien wie etwa der pharmazeutischen«, führt er aus. »Auch die ökologische Bedeutung von Bildverarbeitungslösungen wird zunehmend wahrgenommen. Individuelle wirtschaftliche Notwendigkeiten wie Wettbewerbsfähigkeit und Gewinnmaximierung stehen keineswegs in Konflikt mit den grünen Ergebnissen, die praktisch alle Bildverarbeitungsanwendungen liefern.« Klimawandel, wachsende Weltbevölkerung und Verstädterung seien drei Mega-Trends, mit denen die Menschheit heutzutage konfrontiert sei. »’Green-Vision’-Lösungen können bereits jetzt und werden zukünftig vermehrt einen wichtigen Beitrag zur Lösung vieler Probleme leisten«, ergänzt Breyer. »Hierzu zählen etwa die Regelung von Verkehrsströmen und die Ressourcen schonende Produktion von Nahrungsmitteln. Darüber hinaus wird - allein schon wegen der schier unbegrenzten Anwendungsmöglichkeiten - der Umsatz mit Bildverarbeitungstechnik im nicht-verarbeitenden Gewerbe im laufenden Jahr wieder ansteigen.«
Für das Jahr 2011 erwartet die EMVA für die europäische Bildverarbeitungsbranche eine leichte Abkühlung des Umsatzwachstums, das jedoch weiterhin dynamisch bleiben und bei 20 Prozent liegen wird (siehe Abb. 3). (ak) n
EMVA-Marktstudie: Umfassender Überblick - jährlich neu
Die »European Vision Technology Market Statistics« sind eine jährlich von der European Machine Vision Association (EMVA) durchgeführte Branchenstudie. Die Basis der Studie bildet eine schriftliche Befragung der Bildverarbeitungsunternehmen in ganz Europa, die durch Experteninterviews ergänzt wird. Die aktuelle Ausgabe wurde um einen länderspezifischen Report für Frankreich erweitert und umfasst damit neben der gesamteuropäischen Auswertung vier länderspezifische Kapitel. Die Studie kann zum Preis von 1490 Euro bezogen werden unter info@emva.org.