Klar ist jedoch, dass eine verteilte Stromversorgungsstruktur weit flexibler ist als das klassische Zentralnetzteil:
• Die Versorgungsqualität am Point of Load ist mit nahe an der Last liegenden Reglern höher: Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Baugruppen werden reduziert
• Der Gesamtwirkungsgrad steigt, wenn niedrige Spannungen mit hohen Strömen erst nahe an der Last erzeugt werden
• Die durch die Verluste bei der Wandlung entstehende Wärme wird verteilt statt an einer zentralen Stelle frei und kann damit leichter abgeführt werden.
• Die Entwicklung der Stromversorgung ist flexibler: Wird im Laufe der Entwicklung von einer Baugruppe noch eine zusätzliche Betriebsspannung oder mehr oder weniger Leistung benötigt, als ursprünglich konzipiert war, muss das Netzteil nicht komplett neu entwickelt, berechnet, konstruiert und zugelassen werden. Es reicht, den entsprechenden Niederspannungs-Verbraucherzweig nachzubessern und die davor liegenden Zweige auf ausreichende Belastbarkeit der Zwischenkreis-Busspannungen zu prüfen.
• Die Zuverlässigkeit steigt: Bei Ausfällen lässt sich die schadhafte Stromversorgungseinheit schnell einkreisen und ersetzen, während ein Zentralnetzteil meist komplett ausfällt – selbst, wenn die Ursache gar nicht hier liegt, sondern beispielsweise in einem Kurzschluss in einem Steckverbinder. Zudem ist es leicht, mit mehrfach vorgesehenen Baugruppen bei Bedarf über Redundanz erhöhte Ausfallsicherheit zu erreichen.
• Eine Versorgung ist unkompliziert nicht nur aus dem Wechselstrom-Lichtnetz, sondern auch aus Gleichspannungs-Quellen, ob Solaranlagen, USV, Notstromversorgung möglich.
Die moderne Technik hat die Abhängigkeit von Wechselspannungsnetzen beseitigt – nur in diesen funktionierten klassische Transformatoren. Wenn sich in Anlagen Gleichspannungsbusse verbreiten, können DPA-Systeme leicht angepasst und angeschlossen werden, ohne erst mühsam auf Wechselspannung wandeln zu müssen.
Die qualifizierte Beratung durch einen Fachdistributor verkürzt die Zeit und erleichtert die Auswahl, um die für die konkrete Stromversorgungsaufgabe optimale Struktur zu bestimmen. Dies erlaubt dann eine schnelle Auswahl der geeigneten Wandlerbausteine sowie eine kurzfristige Korrektur ohne komplette Neukonstruktion, falls sich die Anforderungen noch einmal ändern. Dies ist leider gar nicht so selten, weil der Kunde von einem Gerät plötzlich noch zusätzliche Funktionen erwartet oder eine Baugruppe nicht so funktioniert, wie zunächst geplant.