IBA – Intermediate Bus Architecture – löst dieses Problem: Ein IBC – Intermediate Bus Converter – setzt die Busspannung nur in einem festen Verhältnis herunter, wie eine Art Gleichspannungstransformator. Üblich sind hier Verhältnisse von 4:1 oder 5:1 – aus einem 48-V-Bus wird so vor Ort ein 12-V-Bus, aus dem dann preiswerte, nichtisolierende POL-Regler akzeptabler betrieben werden können.
Der IBC wiederum läuft ungeregelt mit optimalem Tastverhältnis und erreicht so bis zu 98% Wirkungsgrad. Trotz doppelter Umsetzung ist der Gesamtwirkungsgrad der Anlage so höher und die Kosten – es werden nur ein IBC und dafür viele einfache POL-Regler benötigt – gering: Da der IBC bereits die galvanische Trennung vollzogen hat, kann im POL-Regler hierauf verzichtet werden.
Mittlerweile sind jedoch auch die POL-Regler weit weg vom einstigen „maximal 40 V Eingangsspannung und 1,2 bis 35 V Ausgangsspannung“ der linearen „Dreibeiner“. So sind bis zu 90 V Ein- oder Ausgangsspannung ebenso kein Problem wie Ströme bis in den dreistelligen Ampere-Bereich und Ausgangsspannungen von unter einem Volt. Außerdem können getaktete POLs nicht nur abwärts, sondern auch aufwärts wandeln. Somit gibt es eigentlich kein spezielles Stromversorgungsproblem, das nicht schnell und effizient gelöst werden kann.
DPA lohnt sich natürlich nicht in allen Fällen – werden nur einmal 60 V DC und einmal 24 V DC benötigt, kann ein klassisches Netzteil mit zwei festen Ausgängen dies besser und kostengünstiger abdecken. Ebenso sind bei kleineren Leistungen auch einfachere Lösungen bis hinab zu einem klassischen Linearregler akzeptabel und sinnvoll.