Controller für Gebäudeautomation

Integrierte Lösung bringt viele Vorteile

12. April 2021, 13:52 Uhr | Michal Raninec, Analog Devices, Kathrin Veigel
Gebäudeautomation
© AndSus/Adobe Stock

Immer mehr neue Trends und Vorschriften machen den Gebäudeautomations-Markt zunehmend schnelllebig. Das erfordert agiles und schnelles Entwickeln von Produkten. Integrierte und wiederverwendbare Designs sind dabei der Schlüssel zum Erfolg.

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Pluspunkt: Bereits vorhandene Designs nutzen

Dank der geringeren Zahl der Bauelemente werden die Leiterplatten um bis zu 40 Prozent kleiner, und auch die Bestückungskosten in der Produktion gehen erheblich zurück. Da die softwarekonfigurierbaren I/Os das Nutzen vorhandener Designs zulassen, können die Controllerhersteller mehr Leiterplatten desselben Typs beschaffen, was entsprechende Mengenrabatte ermöglicht und damit ebenfalls zur Kostensenkung beiträgt. Bild 3 zeigt den Vergleich zwischen diskreten und integrierten Implementierungen von Kanalfunktionen.

Analog Devices
Bild 3: Vergleich zwischen diskreten und integrierten Implementierungen von Kanalfunktionen.
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Nicht zuletzt folgen die Produktionstests einheitlichen Prozeduren und lassen sich in kürzerer Zeit aufsetzen, als es bei diskreten Implementierungen in mehreren Varianten möglich ist. Bei zunehmender Designkomplexität kann sogar das Risiko für das Nichtbestehen von Tests steigen. Die Zertifizierung ist nur ein weiteres Beispiel dafür, wie integrierte, wiederverwendbare Lösungen Kosten und Ressourcen sparen können. Gleiches gilt für die Produktlogistik, die Installation und den technischen Support.

Auch die Schulung des Vertriebspersonals, der Technical-Support-Teams und der Installationstechniker gestaltet sich wesentlich aufwändiger, wenn man zahlreiche verschiedene Designs auf unterschiedlicher Plattformen-Basis nutzt, anstatt auf universelle, wiederverwendbare Lösungen auf Basis einer integrierten, softwarekonfigurierbaren I/O-Struktur zu setzen.

Zusammenfassung

Softwarekonfigurierbare I/O-Bausteine lassen Innovationen im Gebäudeautomations-Markt vorankommen. Dieser ist zwar traditionell eher konservativ, wird aber zunehmend dazu gedrängt, agiler zu werden und schneller auf sich fortlaufend ändernde Anforderungen zu reagieren. Integration und wiederverwendbare Designs sind die entscheidenden Faktoren, die diesen Übergang ermöglichen.

Man mag die integrierte Lösung als den schlichten Ersatz eines Bauteils durch ein anderes sehen, der sogar zu einer Kostensteigerung führen könnte. Behält man aber das Gesamtbild im Auge und betrachtet den Nutzen, der sich über den kompletten Produktlebenszyklus ergibt, räumt die integrierte Lösung bestehende Zweifel schnell aus.

Um die Nachteile eines diskreten Designs zu vermeiden, entwickelte Analog Devices den softwarekonfigurierbaren I/O-Baustein AD74412R, der die diskrete Signalkette in einem einzigen Chip zusammenfasst und vier vollständig konfigurierbare Kanäle zur Verfügung stellt. So bietet der AD74412R über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg einen Nutzen – von der Produktdefinition über das Design und die Produktion bis hin zur Installation und zum Betrieb. (kv)


  1. Integrierte Lösung bringt viele Vorteile
  2. Integrierte oder diskrete Implementierung?
  3. Pluspunkt: Bereits vorhandene Designs nutzen


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