Immer mehr neue Trends und Vorschriften machen den Gebäudeautomations-Markt zunehmend schnelllebig. Das erfordert agiles und schnelles Entwickeln von Produkten. Integrierte und wiederverwendbare Designs sind dabei der Schlüssel zum Erfolg.
Bei einer integrierten Lösung kann die Funktion jedes Kanals einfach mithilfe von Softwarebefehlen konfiguriert werden. Diese softwarekonfigurierbare I/O-Technologie erschließt Möglichkeiten für die einfache Wiederverwendung von Designs und deren Gestaltung als Plattform. Das senkt die Gesamtkosten einer Gebäudeautomations-Lösung und schafft über den gesamten Produktlebenszyklus der Gebäudeautomations-Controller einen Zusatznutzen (Bild 1).
Die erste Phase der Entwicklung eines Controllers betrifft die Systemarchitektur. An diesem Punkt wird, unter Berücksichtigung sämtlicher Anforderungen des Kunden, ein neues Produkt definiert. Bereits in diesem frühen Entwicklungsstadium stellt die fehlende Flexibilität einer diskreten Lösung einen entscheidenden Nachteil dar.
Unterschiedliche Vorgaben des Kunden, wie etwa das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Eingangs- und Ausgangskanälen, können mehrere separate Designs erforderlich machen. Das treibt die Kosten in die Höhe und steht einem agilen Reagieren auf wechselnde Marktanforderungen im Weg steht. Integrierte, softwarekonfigurierbare I/Os dagegen gestatten die Plattformbildung und Wiederverwendung eines bewährten Designs in verschiedenen Anwendungen. Die Wiederverwendbarkeit ist der Schlüssel, um die Design- und Produktionskosten zu senken.
Im Anschluss an die Produktdefinition geht es an das eigentliche Design. Der Vorteil, vorhandene Designs wiederzuverwenden, kommt in dieser Phase zum Tragen. Im Unterschied zu einer diskreten Implementierung ermöglichen integrierte, konfigurierbare I/O-Bausteine schnelle Iterationen, was den Zeitaufwand verringert und wertvolle Ressourcen freisetzt.
Sowohl beim Hardware- als auch beim Softwaredesign sorgt der Umstieg von der ressourcenintensiven, langwierigen Entwicklung mehrerer Produktvarianten auf ein einziges, für unterschiedliche Anforderungen passendes Design dafür, dass der Zeit- und Kostenaufwand für die Forschung und Entwicklung sinkt, während gleichzeitig die hohe Zuverlässigkeit und Robustheit einer bewährten Architektur gewahrt bleibt. Die Anforderungen verschiedener Anwendungen zu erfüllen, ist mit dem Ansatz »Jede Funktion an jedem Pin« eines integrierten, konfigurierbaren Designs viel einfacher (Bild 2).
Aus Sicht der Geschäftsentwicklung birgt die träge Reaktionsfähigkeit einer konventionellen Entwicklungsstrategie unnötige Risiken für verpasste Marktchancen oder überschrittene Liefertermine. Die Flexibilität und Einfachheit der integrierten, konfigurierbaren I/O-Strukturen dagegen hilft, die Rendite zu maximieren und die Markteinführungs- und Renditezeiten so kurz wie möglich zu halten.
An die Designphase schließt sich als nächster Schritt die Produktionsphase an. Bei der Beschaffung und dem Management der benötigten Bauelemente zeigen sich schnell die Vorteile der integrierten Lösung. Die diskret implementierten universellen Controller enthalten oftmals Hunderte von Bauteilen, die eingekauft, bevorratet und zur Produktionsstätte transportiert werden müssen. Das Management von so vielen unterschiedlichen Bauelementen trägt dazu bei, die Gesamtkosten in die Höhe zu treiben. Eine Single-Chip-Lösung und ein wiederverwendbares Design dagegen vereinfachen die Logistik deutlich, denn die Einkaufsabteilung hat mit weniger Zulieferern zu tun und es ist weniger Lagerplatz nötig.