Bitkom-Studie

Deutsche fordern mehr Tempo bei der Energiewende

15. März 2022, 14:37 Uhr | Kathrin Veigel
Windrad Fröttmaning
© Stadtwerke München (SWM)/ Nick Frank

Der Verband Bitkom hat Menschen in Deutschland ab 18 Jahren zu Themen rund um die Energiewende befragt. Herausgekommen ist dabei unter anderem, dass die Wende einem Großteil der Befragten nicht schnell genug geht und dass mehr Transparenz über den persönlichen Stromverbrauch gewünscht ist.

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Angst vor Cyberkriminalität ist groß

Gleichwohl besteht bei den Menschen in Deutschland auch die Angst, dass das Stromnetz anfällig für Cyberattacken sein könnte. Zwei Drittel (68 Prozent) machen sich Sorgen, dass Hacker ein digitalisiertes Stromnetz lahmlegen könnten. Deutlich geringer ist die Sorge, dass ein Blackout generell durch den Umstieg auf erneuerbare Energien geschehen könnte – etwa an Tagen ohne Sonnenschein und Wind (33 Prozent).

»Mit zunehmender Kriegsdauer gibt es Warnungen vor Cyberangriffen auf Energieversorger auch in Deutschland. Mehr denn je ist derzeit im deutschen Cyberraum volle Aufmerksamkeit und größtmögliche Wachsamkeit aller Unternehmen, Organisationen und staatlichen Stellen geboten«, betont Hartmann. Die IT-Sicherheit müsse weiter gestärkt werden, um frühzeitig Angriffe auf kritische Infrastrukturen erkennen und abwehren zu können.

Mehr Tempo bei Smart-Meter-Ausbau gefordert

Um die Energiewende schnell voranzutreiben, wünscht sich eine breite Mehrheit von 86 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger mehr Informationen für Eigentümer und Mieter zum Energiesparen. 60 Prozent fordern die Beschleunigung des Smart-Meter-Ausbaus in Deutschland. Fast die Hälfte (48 Prozent) findet, energiesparende Smart-Home-Technologien müssten stärker staatlich gefördert werden.

»Bund und Länder sollten den großen Zuspruch für die Energiewende nutzen und den Ausbau der Erneuerbaren schnell vorantreiben«, so die Einschätzung von Bitkom-Präsidiumsmitglied Hartmann. Neben konkreten Beratungsangeboten für die Bürgerinnen und Bürger und einem beschleunigten Smart-Meter-Rollout sei auch nötig, die Nutzung anonymisierter Verbrauchsdaten zu erleichtern, um so weitere Einsparpotenziale zu heben.

Zudem müssten die schon vorhandenen digitalen Technologien für mehr Energieeffizienz umgehend in die Haushalte gebracht werden – dazu gehörten insbesondere automatisierte Steuerungssysteme für Heizung, Klima und Warmwasser. Digitale Technologien würden das Energiesystem der Zukunft prägen und könnten der Energiewende einen entscheidenden Boost verleihen.


  1. Deutsche fordern mehr Tempo bei der Energiewende
  2. Die meisten wünschen sich Label für energieeffiziente Heizung
  3. Angst vor Cyberkriminalität ist groß


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