Mit den Folgen einer Pandemie fertig zu werden, erfordert mehr als nur Daten. Intelligenz in Form einer ‘Human Vision Technology’ erweitert das Spektrum Optosensor-basierter Gegenmaßnahmen gegen das Coronavirus zusätzlich. Smarte Optosensoren wie Omrons HVC-2 Bildsensoren (Bild 3), erkennen Gesichter, Gesichtszüge und menschliche Körper – sogar mit der Einschätzung von Alter und Geschlecht der Menschen auf den Bildaufnahmen. Jeder Embedded-Entwickler kann einem System Gesichtserkennungsfunktionalität hinzufügen, ohne die Algorithmen oder das Optikdesign verstehen zu müssen. Dies wiederum macht es möglich, ein solches System zum Beispiel mit Datenbanken für die Nachverfolgung von Corona-Opfern und ihrer Kontakte zu verlinken.
Human Vision Components sind modulare Lösungen. Jede bietet zehn entscheidende Bilderfassungsfunktionen: Ortung von Gesicht, Hand und Körper eines Menschen, Gesichtserkennung, Geschlechtsbestimmung, Altersschätzung, die Einschätzung der augenblicklichen Gemütsverfassung, Kopfhaltung, Blickrichtung und Blinzelhäufigkeit. Für jeden dieser Fälle gibt das Modul einen Wert aus, gemeinsam mit einer Wertung der Sicherheitswahrscheinlichkeit. Dies erlaubt es dem Programmierer, die Antwort für jede einzelne Anwendung passen zu konfigurieren. Persönliche oder private Daten werden nicht gespeichert, so dass diese Geräte die Privatsphäre nicht verletzen.
Die Technologie ist äußerst kompakt gestaltet und lässt sich gut in bestehende Systeme integrieren oder in Neudesigns implementieren. Grundlegende Bilderkennungsfunktionen helfen beim Abstandhalten am Arbeitsplatz oder in der Öffentlichkeit durch das Zählen der Menschen in einem Raum oder das Erkennen, ob Menschen zu dicht beieinander sind. Bei anspruchsvolleren Lösungen – z.B. Digital Signage, Verkaufsautomaten und Bezahlstationen – kann auf den physikalischen Kontakt zwischen Mensch und Maschine verzichtet werden. Bei Digital Signage-Anwendungen können automatische Gesichtserkennung, Alters- und Geschlechtsabschätzung den Umfang der erforderlichen physischen Interaktion von Kunden vor einer Installation reduzieren. Solch ein Ansatz ließe sich nutzen, um Angehörige einer Risikogruppe zu identifizieren und diese gezielt anzusprechen.Mit diesen Sensoren lassen sich diverse infektionsbegrenzende Vorkehrungen in einem Visionsmodulsatz integrieren. Die gesammelten Daten könnten automatisch beantwortet, gespeichert oder zentral gesammelt und, falls nötig, an einen Operator weitergeleitet werden. Am Arbeitsplatz könnten Personenströme in den Räumlichkeiten oder auf dem Betriebsgelände nachverfolgt werden, mit Ankunfts- und Abschiedserkennung, und der physische Kontakt bei der individuellen Einstellung von Heizung, Belüftung und Beleuchtung verringert werden.Die Anwendungsmöglichkeiten geben aber über öffentliche Räume und den Arbeitsplatz hinaus. Auch in medizinischen und Betreuungseinrichtungen unterstützen Bildsensoren den Kampf gegen Covid-19. Durch Zutrittskontrolle auf Basis von Körpertemperatur oder Gesichtserkennung helfen sie dabei, Abstand zu halten und Überfüllungen entgegenzuwirken, außerdem noch, Infizierten von Gesunden zu trennen.