TDK-Lambda startet DC/DC-Initiative

Viel Luft nach oben

1. Juli 2020, 11:11 Uhr | Engelbert Hopf
TDK-Lambda
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TDK-Lambda ist in Europa für seine Netzteil-Lösungen für die Industrie bekannt. In Asien hingegen zählt das Unternehmen auch im DC/DC-Bereich zu den Marktführern.

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Gibt es Akquisitionspläne?

Wie sieht es in puncto Wachstumsraten im DC/DC-Bereich aus? Wie sind die Prognosen für die nächsten Jahre?

Im Vergleich zu Amerika oder Asien sehen wir gerade in Europa gute Wachstumschancen, vor allem im Bereich industrieller und medizinischer Anwendungen. Wir wollen uns aber weder im DC/DC- noch im AC/DC-Segment auf das Marktwachstum beschränken. Unser Ziel ist der Ausbau unseres Marktanteiles, und hier gibt es speziell im DC/DC-Segment noch enormen Nachholbedarf.

Ist Ihre Initiative der Tatsache geschuldet, dass sich zukünftige Applikationen und Designs immer stärker an Bus-System orientieren werden?

Wie gerade eben geschildert, liegt es zum einen am Nachholbedarf in einem vernachlässigten Produktbereich aber auch ganz klar am Trend hin zu mehr Distributed-Power-Architecture-Konzepten unserer Kunden. Was früher durch den Einsatz modularer Stromversorgungen gelöst wurde, verlangt heute mehr nach kompakten Power Supplies mit Einzelausgang und nachgeschalteter DC/DC- oder PoL-Wandler auf dem Board. Das soll aber nicht bedeuten, dass die modularen Netzteile keine Vorteile haben oder eine aussterbende Gattung wären. Trotzdem ist der Trend zu Distributed Power Architecture Konzepten deutlich zu sehen.

Gab es Pläne, TDK-Lambdas Footprint im DC/DC-Wandler-Geschäft durch die Akquisition eines führenden Herstellers zu vergrößern?

Momentan gibt es hier nichts zu berichten, was aber nicht bedeuten soll, dass eine Übernahme in diesem Bereich ausgeschlossen ist. Wir werden den Markt immer beobachten und entscheiden, welche Strategie zum Ausbau des Produkt- und Leistungssegment die passende ist.

Auf welcher Expertise gründete das bisherige DC/DC-Geschäft von TDK-Lambda? Was hat sich geändert?

Wir haben in unseren Reihen schon immer Mitarbeiter mit sehr gutem technischen Know-how im Bereich der DC/DC-Anwendungen. Nun haben wir aber auch mit Lars Foerster einen Mitarbeiter für uns gewinnen können, der jahrelange Erfahrung im Vertrieb und Produktmanagement von DC/DC-Produkten mitbringt. Er stärkt zudem auch unser europäisches DC/DC-Projektteam, das die Bereiche Vertrieb, Produktmanagement, Marketing Communication und Technik abdeckt. Durch die Auswahl der richtigen Stakeholder, haben wir auch die notwendige Aufmerksamkeit und Unterstützung innerhalb des Konzerns sichergestellt.

Ihre bisherige Fokussierung auf AC/DC-Netzteile und Industrieapplikationen spiegelte sich auch in Ihrer Sales-Force wider. Wurden neben Herrn Foerster auch neue FAEs eingestellt, die sich speziell den DC/DC-Belangen widmen?

Wir haben hier im ersten Schritt auf eine umfangreiche Weiterbildung unseres Sales Teams gesetzt aber auch die Zusammenarbeit mit den Entwicklungsteams unserer Werke intensiviert. Da unsere Vertriebsmitarbeiter die letzten Wochen viel Zeit im Homeoffice verbringen mussten, konnten wir die Zeit optimal für die Aus- und Weiterbildung nutzen. Unsere FAEs haben hier einige sehr interessante Webinare erarbeitet, die das Wissen unserer Mitarbeiter wieder aufgefrischt und erweitert haben.


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