Geschäftsjahresabschluss 2025

Sick steigert Umsatz trotz schwacher Märkte

29. April 2026, 13:17 Uhr | Nicole Wörner
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Sick hat den Umsatz im Geschäftsjahr 2025 trotz eines schwierigen Marktumfelds auf 1,85 Mrd. Euro gesteigert. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Wachstum von 6,5 Prozent. Wechselkurseffekte belasteten die Entwicklung; bei konstanten Durchschnittskursen hätte das Plus 9,3 Prozent betragen.

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Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank leicht um 0,5 Prozent auf 54,7 Mio. Euro. Die EBIT-Marge lag bei 3,0 Prozent und damit weiterhin auf niedrigem Niveau.

Wachstum in Asien-Pazifik

In der Region Asien-Pazifik erzielte SICK ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich, insbesondere in China. In den Regionen EMEA und Americas fiel das Wachstum mit rund vier beziehungsweise unter drei Prozent geringer aus. Das Wachstum in Deutschland wurde laut Unternehmen durch einmalige Sondereffekte positiv beeinflusst.

Belastet wurde die Geschäftsentwicklung durch anhaltende Marktschwäche, ungünstige Wechselkurse, handelspolitische Entwicklungen sowie steigenden Wettbewerbs- und Preisdruck, insbesondere aus China.

Fokus auf Kosten und Innovationen

»Mit Blick auf die weiterhin herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Unsicherheiten in vielen Märkten haben wir 2025 das Umsatzwachstum im erwarteten Rahmen steigern können«, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Mats Gökstorp.

Gleichzeitig verwies er auf Anpassungsbedarf bei den internen Strukturen: »Hierbei liegt unser Fokus auf dem zu hohen Kostenniveau in Deutschland.«

Finanzvorstand Jan-H. Eberhardt erklärte, SICK habe das Ergebnis durch die Optimierung interner Strukturen und Prozesse sowie Kostendisziplin stabilisieren können. Ziel bleibe eine Verbesserung der Ertragskraft.

Beschäftigtenzahl nahezu unverändert

Zum 31. Dezember 2025 beschäftigte der Konzern weltweit 10.158 Mitarbeitende. Das entspricht einem Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Forschung und Entwicklung blieben laut Unternehmen zentrale Bestandteile der Innovationsstrategie.

Vorsichtiger Ausblick auf 2026

Für 2026 rechnet SICK weiterhin mit geopolitischen und handelspolitischen Unsicherheiten sowie Risiken durch hohe Zollniveaus. Zusätzlich könnten steigende Energiepreise und unterbrochene Lieferketten die Entwicklung belasten.

Das Unternehmen sieht Wachstumschancen insbesondere in den Bereichen Automatisierung, Logistik und Industrial AI.


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