Die Medica und Compamed treten 2026 mit neu geordneter Themenstruktur, interaktiven Formaten und gezielterem Networking an – und richten sich damit konsequenter an den Anforderungen des Versorgungsalltags aus. Was sich vom 16. bis 19. November in Düsseldorf ändern wird.
Die Gesundheitswirtschaft steht unter wachsendem Druck, Innovationen schneller in die Versorgungspraxis zu überführen. Für die Medizintechnikleitmessen Medica und Compamed packt die neue Messechefin Carmen Berger diese Herausforderung konsequent an: Mit einer grundlegend überarbeiteten Themenstruktur, neuen Konferenzformaten und einem stärkeren Fokus auf Entscheidernetzwerke setzt Sie den bereits letztes Jahr gestarteten Transformationsprozess fort.
Die MEDICA 2026 gliedert ihr Angebot erstmals in fünf klar definierte Bereiche: klinische Diagnostik und therapeutische Technologien, digitale Medizin/Daten/KI, integrierte Versorgung, Gesundheitsinfrastruktur sowie Bildung und globale Gesundheit. Die Hallenstruktur folgt dieser Logik – Aussteller werden künftig entlang realer klinischer Anforderungen und Anwendungsszenarien positioniert, was Besuchern eine deutlich intuitivere Orientierung bieten soll. »Die Weiterentwicklung der Themenstruktur basiert direkt auf dem Feedback unserer Community. Wir haben sehr genau analysiert, welche Inhalte und Formate für unsere Zielgruppen den größten Mehrwert bieten«, erläutert Berger, seit Oktober 2025 bei der Messe Düsseldorf die Transformation der Medizintechnik verantwortet.
Neben den etablierten Fachforen und Sonderschauen kommen 2026 zwei neue Konferenzformate hinzu. Die Wearable Technologies Conference Europe zieht von der Isar an den Rhein und adressiert – gemeinsam mit der Wearable Technologies Show – vernetzte Versorgungsszenarien von Prävention bis Telemonitoring. Mit der 1st German Health Resilience Conference wird erstmals ein Format für Systemresilienz etabliert: Im Fokus stehen Cyberresilienz, Katastrophenmanagement und stabile Lieferketten – Themen, die in der Branche längst keine Randthemen mehr sind.
Weiterentwickelt wird auch die Sonderschau »Hospital of the Future»: Sie bildet künftig den gesamten klinischen Patienten-Workflow in einem durchgängig vernetzten System ab – ein Ansatz, der zeigt, wie Einzellösungen erst im vernetzten Zusammenspiel ihren Versorgungswert entfalten.
Parallel zur Medica bündelt die Zulieferermesse Compamed Kompetenz in Fertigungstechnologien, Komponenten, Materialien und Oberflächenlösungen. Neu ist die stärkere inhaltliche Verzahnung beider Messen: Compamed-Expertise fließt künftig in ausgewählte Medica-Formate ein, darunter das Medica Tech Forum. Themen wie Regulierung, Marktzugang, Qualitätssicherung und Cybersicherheit gewinnen dabei sowohl im Ausstellungsbereich als auch im Fachprogramm weiter an Gewicht – eine direkte Reaktion auf den regulatorischen Druck, dem Entwickler und Hersteller derzeit ausgesetzt sind.
Ein spürbarer Schwerpunkt liegt 2026 auf zielgerichtetem Austausch auf Entscheiderebene. Geplant sind kuratierte Roundtables für politische und kommunale Entscheider, eine Investors Lounge in Nachbarschaft zum Medica Start-up Park (mit mehr als 100 erwarteten Beteiligungen) sowie exklusive Masterclass-Meetings und geführte Rundgänge mit limitierter Teilnehmerzahl. Mit »Women in Health by MEDICA« wird zudem ein Format zur Sichtbarkeit und Vernetzung von Frauen in der Gesundheitswirtschaft eingeführt.
Insgesamt erwartet die Messe mehr als 5.300 Aussteller und rund 78.000 Fachbesucher aus über 70 Nationen – davon rund 75 Prozent mit internationalem Hintergrund, insbesondere aus Europa, Südkorea, den USA und Indien.
Medica und Compamed 2026, Düsseldorf: 16.–19. November 2026