Anfragen haben sich verfünfzehnfacht CEO von ebm-papst: »Wir tun alles in unserer Macht stehende«

Produktion von Antrieben für die Medizintechnik.
Produktion von Antrieben für die Medizintechnik.

ebm-papst stellt Komponenten für Beatmungsgeräte her. Die Gruppengeschäftsführung hat nun die Fertigung und Auslieferung der medizintechnischen Komponenten an allen Firmen-Standorten mit höchster Prioritätsstufe versehen. Künftige Engpässe kann man dennoch nicht vollständig ausschließen.

Konkret geht es um Komponenten für Beatmungsgeräte und Atemschutzgeräte (PAPR) sowie Analysegeräte im Laborbereich. Laut Angaben von ebm-papst bitten Bestandskunden um Vorziehung der Lieferungen und fragen Erhöhungen der Stückzahlen an. Zudem erreichen ebm-papst viele neue Anfragen – teilweise im sechsstelligen Stückzahlbereich – von namhaften Firmen sowohl aus dem Bereich Medizintechnik, als auch aus anderen Branchen. Die Anfragen haben sich gegenüber der Zeit vor der Pandemie aktuell verfünfzehnfacht.

Für die Beatmungsgeräte liefert ebm-papst verschiedene Produkte. Neben Motor, Motoransteuerung und der zugehörigen Elektronik, kommen komplette Radialgebläse des Ventilatoren- und Motorenherstellers zum Einsatz. Bislang konnte die erhöhte Nachfrage bedient werden, indem ebm-papst seine Kapazitäten in diesem Bereich stark erhöht hat. Derweil kündigt das Unternehmen an, in den kommenden Monaten alles zu tun, um den gestiegenen Bedarf weiterhin zu decken.

Trotzdem kann der Hersteller Engpässe nicht vollständig ausschließen, da die zusätzlichen Anfragemengen weit über den gestiegenen aktuellen Liefermengen liegen.

Des Weiteren verteilt sich die Produktion der Komponenten über verschiedene Standorte und Länder, was wiederum  eine funktionierende, weltweite Lieferantenkette voraussetzt.

»Wir sehen es als unsere gesellschaftliche Verantwortung der erhöhten Nachfrage im Medizintechnikbereich gerecht zu werden und tun alles in unserer Macht stehende, um die Produktionskapazitäten entsprechend anzupassen. Unsere obersten Prioritäten sind dabei, die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu schützen, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und die Versorgung unserer Kunden sicherzustellen«, sagt Stefan Brandl, CEO der ebm-papst Gruppe.