Univity erhält 27 Mio. Euro, um satellitengestützte 5G-Technologie (VLEO) zu entwickeln und Mobilfunknetze nahtlos zu erweitern. Ziel sind bessere Konnektivität, mehr Kontrolle für Netzbetreiber und der Ausbau bis zur Marktreife ab 2028.
Univity, Anbieter von weltraumgestützten Konnektivitätsdiensten, gibt den erfolgreichen Abschluss einer Finanzierungsrunde über 27 Mio. Euro bekannt. Beteiligt sind Blast, Expansion und der Deeptech-2030-Fonds, der im Auftrag des französischen Staates von Bpifrance im Rahmen von France 2030 verwaltet wird. Darüber hinaus haben sich auch zwei Family Offices an der Finanzierungsrunde beteiligt.
Die Mittel will Univity für folgende Aufgaben nutzen.
die vollständige Umsetzung seines uniShape VLEO 5G-Demonstrationsprogramms, das darauf abzielt, die Leistungsfähigkeit seines Hochgeschwindigkeits-VLEO-Konnektivitätsdienstes mit geringer Latenz zu demonstrieren;
ein speziell auf Telekommunikationsbetreiber zugeschnittenes Angebot zu entwickeln
das Team weiter ausbauen
die industrielle und kommerzielle Skalierung ab 2028 vorzubereiten
In einer Zeit, in der Herausforderungen im Bereich der Souveränität noch nie so kritisch waren, bietet Univity Telekommunikationsbetreibern eine Alternative – sie ermöglicht es ihnen, die strategische Kontrolle über ihre satellitengestützten Konnektivitätsdienste zu behalten. Mit der Konvergenz von terrestrischen und sattelitengestützten Netzen entsteht ein globaler Markt, der bis 2030 voraussichtlich mehrere zehn Mrd. Euro erreichen wird.
Die Strategie von Univity basiert auf zwei Säulen. Erstens die Nutzung des Very Low Earth Orbit (VLEO, sehr niedrige Umlaufbahn), die deutlich geringere Latenzzeiten und bessere Leistung ermöglicht – auch für Smartphones und vernetzte Fahrzeuge – und ein natürliches Verglühen der Satelliten an ihrem Lebensende unterstützt. Zweitens die Nutzung des 5G-Frequenzspektrums der Telekommunikationsbetreiber, was eine nahtlose Integration in bestehende Mobilfunknetze sowie eine nahtlose Fortsetzung von 5G-NTN-Diensten ermöglicht, ohne auf bereits überlastete oder durch neue Marktteilnehmer belegte Frequenzbänder angewiesen zu sein.
Zusammen positionieren diese Entscheidungen UNIVITY als einen wichtigen Akteur bei der Konvergenz von terrestrischen und Weltraumnetzwerken und nicht nur als einen weiteren Satellitenbetreiber.
Charles Delfieux, Gründer und CEO von Univity, erklärt: »Wir bauen eine Referenz-Infrastruktur im All für Telekommunikationsanbieter auf, die das gesamte Spektrum der Konnektivitätsanforderungen abdeckt – von ultraschnellem Breitband bis hin zur direkten Verbindung zum Smartphone. Die Konvergenz zwischen terrestrischen und Weltraumnetzwerken ist unvermeidlich. Unser Ziel ist es, den Weltraum als natürliche Erweiterung bestehender terrestrischer 5G-Netze nutzbar zu machen.«
Diese Serie-A-Finanzierung wird die Umsetzung des uniShape-Programms unterstützen, des ersten VLEO-basierten 5G-NTN-Demonstrators, der mit Unterstützung des CNES entwickelt wurde. Zwei VLEO-5G-Satelliten sollen montiert, integriert, getestet und im Orbit betrieben werden, um einen durchgängigen 5G-NTN-Dienst mit hohem Durchsatz sowie eine Direct-to-Cell-Smartphone-Konnektivität zu validieren. Das Projekt gilt als wichtiger Schritt hin zur geplanten kommerziellen Satellitenkonstellation »uniSky«.
Parallel dazu bereitet sich Univity auf die industrielle und kommerzielle Skalierung vor. Das Unternehmen verstärkt seine Teams in den Bereichen Engineering, Industrialisierung und Geschäftsentwicklung, um sich auf die nächste Phase vorzubereiten, die 2028 beginnen soll.