Mobilfunk in Deutschland

Zahl der Prepaid-Karten sinkt weiter

12. Mai 2026, 17:22 Uhr | Nach Unterlagen von dpa
Eine ältere Frau hält ein Smartphone am Ohr und telefoniert.
© Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Immer weniger Mobilfunkkunden in Deutschland nutzen Prepaid-Sim-Karten. Flatrates und günstige Verträge verdrängen die klassischen Prepaid-Tarife.

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Laut einer Marktstudie des Branchenverbandes VATM wird die Zahl der Prepaid-Karten bis Ende 2026 auf voraussichtlich 25,6 Millionen sinken. Das entspricht einem Rückgang von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.

2023 lag die Zahl der Prepaid-Karten noch bei 33,6 Millionen. Gleichzeitig wächst der Markt für klassische Mobilfunkverträge weiter. Für Ende 2026 erwarten die Analysten rund 88 Millionen sogenannte Postpaid-Karten, fünf Prozent mehr als 2025.

Flatrates verändern Nutzungsverhalten

Nach Angaben von Dialog Consult verliert das klassische Prepaid-Modell an Bedeutung, weil Mobilfunkverträge heute stärker auf Flatrates und mobile Datennutzung ausgerichtet sind. Während früher vor allem Telefonate im Fokus standen, dominiert inzwischen die mobile Datenübertragung.

Prepaid-Angebote galten lange als Mittel zur Kostenkontrolle, da nur das zuvor aufgeladene Guthaben verbraucht werden konnte. Bei Postpaid-Verträgen erfolgt die Abrechnung dagegen monatlich.

Glasfaser wächst weiter

Die VATM-Studie zeigt zudem Fortschritte beim Glasfaserausbau in Deutschland. Bis Ende 2026 soll die Zahl aktiver Glasfaseranschlüsse auf 7,8 Millionen steigen. Das wären 1,4 Millionen mehr als im Vorjahr und fast doppelt so viele wie 2023.

DSL bleibt mit 21,8 Millionen Anschlüssen zwar die dominierende Technologie, verliert jedoch weiter Marktanteile. Kabelanschlüsse stagnieren laut Studie bei 8,5 Millionen Verbindungen.

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