Schwachstellen in CPS-Komponenten

Claroty-Report zeigt Sicherheitsrisiken in Rechenzentren auf

7. August 2026, 10:32 Uhr | Nicole Wörner
Stilisiertes Angriffsszenario für ein Rechenzentrum. Eine Kette reicht vom Angreifer durch ein Rechenzentrum bis hin zu einer durchbrochenen Mauer
© WeissenbachPR / KI-generiert

Einem aktuellen Report des Cybersicherheitsexperten Claroty zufolge weisen viele cyber-physische Systeme in Rechenzentren kritische Schwachstellen auf. Besonders Gebäude- und Versorgungstechnik gelten als angreifbar.

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Sicherheitslücken in CPS-Komponenten

Cyber-physische Systeme (CPS) in Rechenzentren weisen laut einem aktuellen Report von Claroty häufig sicherheitsrelevante Schwachstellen auf. Für den Bericht „State of CPS Security: Data Center Exposures“ analysierte das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 750.000 CPS-Komponenten in großen Rechenzentren weltweit.

Demnach verfügt rund jedes fünfte cyber-physische System – etwa HLK-Anlagen oder unterbrechungsfreie Stromversorgungen – über gravierende Sicherheitslücken. Diese Systeme seien häufig nur einen Schritt von einer Verbindung entfernt, die Angreifern den Zugang zu weiteren Komponenten des Rechenzentrums ermöglichen könne.

Gebäude- und Versorgungstechnik im Fokus

Zu den am stärksten exponierten Komponenten zählen laut Report Stromverteilungseinheiten mit 41 Prozent sowie HLK- und Kühlsysteme mit 32 Prozent. Zudem kommunizieren 88 Prozent der Gebäudemanagementsysteme über unsichere Protokolle, während 40 Prozent auf veralteter Firmware basieren.

Auch bei weiteren Systemen identifiziert der Bericht Sicherheitsrisiken. Mehr als 80 Prozent der OT-Steuerungssysteme, Stromüberwachungslösungen und IoT-Komponenten nutzen demnach veraltete Kommunikationsprotokolle wie BACnet oder MODBUS. Bei 23 Prozent der IoT-Geräte wurden bekannte, bereits aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken (Known Exploited Vulnerabilities, KEVs) festgestellt.

Empfehlungen für Betreiber

»Rechenzentren haben sich weltweit zur kritischen Infrastruktur entwickelt. Ähnlich wie bei Stromversorgern oder dem Verkehrswesen erkennen Angreifer immer häufiger den hohen Wert, den eine Störung ihres Betriebs mit sich bringt«, sagt Amir Preminger, CTO von Claroty.

Um die Betriebssicherheit zu erhöhen, empfiehlt Claroty unter anderem ein kontinuierliches Exposure Management, eine Zero-Trust-Netzwerksegmentierung, die Härtung von Gebäudemanagementsystemen sowie eine protokollbasierte Bedrohungserkennung. Ziel sei es, Sicherheitslücken zu reduzieren, laterale Bewegungen im Netzwerk einzuschränken und die Verfügbarkeit der digitalen Infrastruktur zu sichern.

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