2. eLSA Symposium in Göttingen

Treffpunkt der Open-Source-, Safety- und Security-Community

5. Juni 2026, 16:55 Uhr | Andreas Knoll
Ein Baudenkmal in Göttingen: das historische Observatorium.
© emlix / eLSA Symposium

Das »eLSA Symposium« als Leitveranstaltung für Embedded-Linux-Systeme in regulierten Anwendungsfeldern rund um funktionale Sicherheit, Cybersecurity und eichrechtlich relevante Messtechnik findet am 1. und 2. Oktober 2026 zum zweiten Mal in Göttingen statt.

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Hersteller, Betreiber und Entwickler von Embedded-Systemen stehen mit Inkrafttreten des Cyber Resilience Act (CRA) Ende 2027, seiner harmonisierten Standards, der NIS-2-Richtlinie sowie der neuen europäischen Produkthaftungsrichtlinie vor einem tiefgreifenden technologischen und organisatorischen Wandel. Gleichzeitig nimmt die Systemkomplexität zu, auch getrieben durch die Verfügbarkeit immer leistungsfähigerer Hardware. Embedded Linux bietet dabei die Möglichkeit einer homogenen Laufzeitumgebung für komplexe Funktionen und erlebt auf diesem Weg zu hoch-kritischen Anwendungen einen erneuten Professionalisierungsschub.

Das 2. eLSA Symposium (embedded Linux for Safe and Secure Applications) am 1. und 2. Oktober 2026 in Göttingen adressiert genau diese Entwicklung – und bietet den Teilnehmern praxisnahe Beiträge aus Unternehmen und Hochschulen.

»eLSA greift zwei spannende Entwicklungen auf, die zunächst voneinander unabhängig sind: Linux kann seit kurzer Zeit in Safety-kritischen Systemen eine homogene Laufzeitumgebung bieten, und die großen Stärken von Linux in puncto Cybersecurity lassen sich aufgrund von CRA und NIS-2 systematisch und standardkonform nutzen, integrieren und für die Maintenance im Lebenszyklus einsetzen«, erläutert Michael Armbruster, Mitglied des eLSA Reviewing Committee.

In der Umsetzung seien diese beiden Aspekte aber keineswegs getrennt: »Embedded Linux findet seinen Weg in immer mehr Software-Architekturen im kritischen Bereich. Hier gilt: Safety ohne Security ist nicht wirksam. Und durch die Konsolidierung der eingesetzten Hardware und der Laufzeitumgebung dringt Embedded Linux in den Safety-Kontext vor.«

Im Fokus des Symposiums steht demnach die Frage, was für Produkte und Entwicklungsprojekte mit Embedded Linux (in Zukunft) relevant ist, welche architektonischen Ansätze geeignet sind, welche Tools und Prozesse hilfreich sind und wie sich regulatorische Anforderungen effizient und mit Mehrwert für die Produkte umsetzen lassen.

Die Teilnehmer bekommen Inspirationen, neue Ideen und konkrete Lösungsansätze für ihre tägliche Praxis, unter anderem zu folgenden Themen:

- Embedded Linux im Kontext funktionaler Sicherheit (Safety)

- CRA- und RED-konformer Einsatz von Embedded Linux in industriellen Anwendungen

- KI-Einsatz in Embedded-Linux-Projekten

- Trustworthiness im Kontext von IEC 62443 und weiteren Normen wie EN 18031

- Lifecycle Aspekte für Embedded Linux mit Safety- und Security-Anforderungen

- Fallbeispiele aus verschiedenen Bereichen (Robotik, Medical …)

- Open Source Compliance und Governance

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die schon heute Lösungen entwickeln, welche morgen den regulatorischen Anforderungen an Security, funktionale Sicherheit, hohe Datenintegrität (Eichrecht, Welmec) und langfristige Wartbarkeit gerecht werden müssen. Im Mittelpunkt stehen konkrete technische Lösungen und neue Ansätze aus Unternehmen und Forschung rund um Embedded Linux und Open Source Software im regulatorischen Kontext.

Das eLSA Symposium 2026 schafft zum zweiten Mal eine gemeinsame Plattform für Entwickler, Architekten, Safety und Security Engineers und Produktmanager sowie wissenschaftliche Mitarbeiter entsprechender Forschungsabteilungen und aktive Mitglieder in Open-Source-Communities. Damit wird nach dem ersten eLSA Symposium im Jahr 2025 die rasante Entwicklung von Embedded Linux für hochkritische Anwendungen erneut zwei Tage lang in Vorträgen eingefangen und begleitet sowie die Möglichkeit zum Austausch auf hohem fachlichen Niveau gegeben.

Weitere Informationen sind unter https://www.elsa-symposium.com zu finden.


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