Mit AMC.4 definiert die PICMG die Integration von Serial RapidIO in Advanced Mezzanine Cards. RapidIO hat für DSPs und einige PowerPC-Prozessoren die Bedeutung, die PCI Express für x86 hat.
Die PICMG hat die Spezifikation AMC.4 verabschiedet, die RapidIO-Verbindungen auf Advanced Mezzanine Cards (AMC) beschreibt. RapidIO ist schnelles Verbindungssystem für systeminterne Board-zu-Board-Verbindungen. Es existiert als paralleler Bus und als serielle Verbindung. Mit einem Switch-Fabric-Baustein können mehrere serielle RapidIO-Baugruppen zusammengeschaltet werden. Ein solcher Verbindungsbaustein kann mit einer Schaltmatrix mehrere RapidIO-Verbindungen gleichzeitig herstellen. Prozessoren mit integrierten Serial-RapidIO-Anschlüssen gibt es von Freescale (MPC8540), AMCC (PowerPC-Controller) und Texas Instruments (C64xx-DSPs). Ferner bieten Altera, LSI und Xilinx die Schnittstelle als IP an.
Die nun von der PICMG freigegebene Spezifikation AMC.4 beschreibt die mechanischen und elektrischen Eigenschaften, die eine AMC-Karte mit RapidIO-Interconnect erfüllen muss. Dazu zählen verschiedene Konfigurationen mit z.B. einem oder vier RapidIO-Links. AMC.4 ist eine Erweiterung der Spezifikation AMC.0, die das grundsätzliche Aussehen von AMCs definiert.